Event

Emotionsregulation in der Logopädie, Tagung

Kontakt
Tagungsleitung
Jürgen
Kohler
Titel
Prof. Dr.
Funktion
Senior Lecturer

Überblick

Das gleichzeitige Auftreten von Sprachstörungen und sozial-emotionalen Schwierigkeiten stellt einen vielmals belegten wechselseitigen Zusammenhang dar. Wenig erforscht und reflektiert ist die Rolle der Logopädin beim Umgang mit den Schwierigkeiten. Die Tagung will das Know-how aus der Pädagogik für Verhaltensauffälligkeiten und insbesondere aus dem Gebiet der Emotionsregulation in ihrer Relevanz für die Logopädie sichtbar machen. Input-Referate von Spezialisten aus diesen Fachbereichen bilden die Grundlage für moderierte Workshops. Die Teilnehmenden diskutieren dort die Umgangsweisen mit dem sozial-emotional schwierigen Verhalten und prüfen, inwiefern diese auf den Kontext der logopädischen Therapie übertragbar sind.

Zielgruppen

  • Logopäden und Logopädinnen

Fakten

  • Maximale Anzahl Teilnehmende: 200
  • Anmeldeschluss: 20. Mai 2022
  • Kosten
    • Teilnahme vor Ort inkl. Pausenverpflegung: CHF 280
    • Digitale Teilnahme: CHF 230.-

Die Tagung ist ein Anlass des Institut für Verhalten, sozio-emotionale und psychomotorische Entwicklungsförderung.

Konzept und Aufbau der Tagung

Programm und Ablauf
Programmübersicht

8.30–9.00 Uhr Empfang mit Kaffee und Gipfeli

9.00–9.15 Uhr

  • Begrüssung: Barbara Fäh, Prof. Dr., Rektorin HfH
  • Thematische Einführung: Jürgen Kohler, Prof. Dr., HfH

9.15–9.45 Uhr Referat 1: «Allgemeine Emotionsregulation» Tina In-Albon, Prof. Dr.

9.45–10.00 Uhr Raumwechsel

10.00–12 Uhr: Zwei paralle Inputs mit anschliessenden Workshops

  • Input 1: Fokus Kinder «Förderung der Emotionsregulation mit Lubo aus dem All» Dennis Hövel, Prof. Dr., HfH
  • Input 2: Fokus Erwachsene «Umgang mit Emotionen bei betroffenen Erwachsenen in der Aphasietherapie» Gabriele Scharf-Mayer, Dr. und Jürgen Kohler, Prof. Dr., HfH

12.00–13.15 Uhr Stehlunch

13.15–14.15 Uhr: Zwei paralle Inputs mit anschliessenden Workshops

  • Input 3: Fokus Kinder «Angst und Scham bei Kindern» Tina In-Albon, Prof. Dr.
  • Input 4: Fokus Erwachsene «Umgang mit Emotionen bei erwachsenen Therapeuten und Therapeutinnen: Selbstfürsorge» Margaretha Florin, Dr. und Lucina Fioritto

15.25–15.55 Uhr Raumwechsel und Erfrischungspause

15.55–17 Uhr Podium im Plenum, Nitza Katz-Bernstein, Prof. Dr. , Praktiker:innen und Silberbüx im Gespräch mit Jürgen Kohler, Prof. Dr.

Ablauf

Einführung

Nach der Begrüssung wird Tina In-Albon mit einem Referat uns in die Fachlichkeit der Emotionsregulation einführen. Was steckt hinter diesem Begriff und welche pädagogisch-therapeutischen Konsequenzen lassen sich daraus ableiten? (Vgl. Abstract Referat von Tina In-Albon). In den folgenden Blöcken aus Input und dazugehörigen Workshops können die Teilnehmerinnen sich jeweils zwischen dem Fokus Kind vs. Fokus Erwachsene entscheiden.

Erster Block: Inputs

Beim Input 1 mit Dennis Hövel geht es um ein Interventionsprogramm zur Förderung der Emotionsregulation im Kindesalter, welches sich im allgemein pädagogischen Kontext schon bewährt hat. In den darauf aufbauenden Worskhops, die von Britta Massie, Annet Lütolf und Susanne Kempe moderiert werden, geht es um die Frage, wie dieses Konzept in die logopädische Arbeit mit Kindern adaptiert und integriert werden kann (vgl. Abstract 1 von Dennis Hövel).

Im Input 2 stellt Gabriele Scharf-Mayer ihr Konzept zum ganzheitlichen Umgang mit den sozial-emotionalen Herausforderungen bei Erwachsenen mit Aphasie anhand konkreter Beispielsituationen praxisnah vor. Im Gespräch mit Jürgen Kohler wird die psychologische Dimension des Konzepts deutlich, ohne dabei die Grenzen zur Psychotherapie zu überschreiten. In dem damit zusammenhängenden Workshop unter Moderation von Gabriele Scharf-Mayer und Jürgen Kohler wird insbesondere die Visualisierung von Störungsmodell, Verlauf und emotionaler Situation als vielfältig einsetzbares Tool vorgestellt und in Kleingruppen die Übertragbarkeit auf verschiedene therapeutische Settings durchgespielt (vgl. Abstract 2 von Gabriele Scharf-Mayer & Jürgen Kohler).

Zweiter Block: Inputs

Im zweiten Block geht es im Input 3 mit Tina In-Albon um die Emotionen Angst, Traurigkeit und Scham und häufigen internalisierenden Auffälligkeiten bei Kindern. Vorgestellt werden verhaltenstherapeutische Konzepte und praktische Herangehensweisen, die sich in Präventionsprogrammen und im therapeutischen Alltag bewährt haben. In den darauf aufbauenden Workshops, die von Britta Massie, Annet Lütolf und Susanne Kempe moderiert werden, geht es um die Frage, wie diese Konzepte in die logopädische Arbeit mit Kindern adaptiert und integriert werden kann (vgl. Abstract 3 von Tina In-Albon).

Im Input 4 wird Margaretha Florin und Lucina Fioritto das Thema Selbstfürsorge der Therapeutin im Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten in der Logopädie ansprechen. Hier steht die emotionale Belastung der Logopädin und ihr Umgang damit im Vordergrund. Selbstwirksamkeit und Attribution (zuschreibende Bewertungen) der Logopädin als zwei zentrale Aspekte werden im Input eher theoretisch und in den dazugehörigen Workshops in ihrer praktischen Bedeutsamkeit unter Moderation von Margaretha Florin, Lucina Fioritto und Meike Wolters-Kohler diskutiert (vgl. Abstract 4 von Margaretha Florin und Lucina Fioritto).

Abschluss

Im abschliessenden von Jürgen Kohler moderierten Podiumsgespräch mit Nitza Katz-Bernstein werden Ergebnisse aus den Workshops aufgegriffen und es kommen Praktikerinnen zu Wort, welche Erfahrung mit Interventionen bei sozial-emotional schwierigem Verhalten in der Kindersprachtherapie gesammelt haben. Die ersten Ergebnisse aus den Workshops werden mit der internetbasierten Software Mentimeter am Schluss der Workshops erhoben und können so beim Podiumsgespräch in Form von völlig anonymen Diagrammen (z.B. als Wortwolke) präsentiert werden.

Die bekannte Band Silberbüx liefert mit einigen ihrer Songs eine musikalisch-poetische Perspektive für die Diskussion von sozial-emotional schwierigem Verhalten in der logopädischen Therapie.

Nachbereitung der Tagung

Es ist ein Tagungsband in Form eines Herausgabewerks geplant. Ziel ist es, die Ergebnisse der Tagung nachhaltig zu sichern und der Fachöffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Alle Referentinnen werden ihre Inputs in schriftlicher Form als Kapitel des Tagungsbandes zur Verfügung stellen. Die Moderierenden der Workshops werden ebenfalls eine Zusammenfassung des Workshopgeschehens liefern und dabei von Studierenden der Logopädie, welche die Workshops begleiten, unterstützt. Nicht zuletzt soll die Perspektive der Teilnehmenden in Form von anonymisierten Daten (siehe oben das Beispiel mit der Wortwolke) ebenfalls Teil des Herausgabewerks werden. Die E-Book Form der Veröffentlichung soll den Teilnehmenden ca. ein Jahr nach der Tagung vergünstigt zur Verfügung gestellt werden.

Abstracts der Referate und Inputs
Referat: Emotionsregulation

Emotionen sind allgegenwärtig, sie prägen soziale Beziehungen und sind handlungsaktivierend. Für die psychische Gesundheit vom Kindes- bis ins Erwachsenenalter ist daher der Umgang mit Emotionen ganz entscheidend. Emotionsregulation bezieht sich auf alle Prozesse, die einen Einfluss darauf haben, ob und wann welche Emotion auftritt, wie intensiv wir sie wahrnehmen und wie sie ausgedrückt wird. Nach einer Einführung zu Emotionen geht Tina In-Albon auf die Emotionsregulation, deren Entwicklung und Relevanz vom Kindes- bis ins Erwachsenenalter ein. Daraus abgeleitet werden therapeutische Implikationen präsentiert und diskutiert.

Tina In-Albon, Prof. Dr., Universität Koblenz (D)

Input 1: Die Förderung der Emotionsregulation mit Lubo aus dem All (Fokus Kinder)

Lubo ist ein kognitiv-behavioral ausgerichtetes Unterrichtswerk, dass Kindern Wissen zu sozialen Situationen, Gefühlen, Emotionsregulation sowie prosozialem Verhalten vermittelt und sich im allgemein pädagogischen Kontext bereits bewährt hat. Der Vortrag stellt auf Basis des zu Grunde liegenden Sequenzierungsmodells die Konzeption der Massnahme vor. Zudem werden Befunde der Wirksamkeitsstudien beleuchtet und vor dem Hintergrund eines nachhaltigen Einsatzes diskutiert. Der Vortrag beleuchtet praktische Implikationen zur Implementierung des Programms in der multiprofessionellen Zusammenarbeit zwischen Lehrpersonen und Therapeutinnen und Therapeuten. Er leitet so zu den Workshops über, in welchen der Bezug zur Logopädie diskutiert wird.

Dennis Hövel, Prof. Dr.

Input 2: Umgang mit Emotionen bei betroffenen Erwachsenen in der Aphasietherapie (Fokus Erwachsene)

In dem hier vorgestellten ganzheitlichen Aphasie-Therapie-Konzept wird die sozial-emotionale Situation nach dem neurologischen Ereignis intensiv in die Behandlung miteinbezogen. Im Gespräch zwischen Gabriele Scharf-Mayer und Jürgen Kohler werden therapeutische Schritte und Methoden im Umgang mit häufigen Emotionen wie Angst, Trauer oder Scham und den oftmals daraus resultierenden Folgen wie Hilflosigkeit, Verlust des Selbstwertes und soziale Isolation anhand von Beispielen vorgestellt und emotionspsychologischen Konzepten zugeordnet. In den Workshops wird die Visualisierung als vielfältig variierbare Interventionsmöglichkeit vorgestellt, welche Patient:in und Angehörigen ein vertieftes Verstehen und Verarbeiten der Situation ermöglicht. Die Teilnehmer:innen werden verschiedene Formen der Visualisierung (z.B. einfache Grafiken oder Skizzen) zur Darstellung eines Störungsmodells, des Störungsverlaufs sowie der emotionalen und sozialen Situation ausprobieren und auf konkrete Patientenbeispiele übertragen.

Gabriele Scharf-Mayer, Dr. und Jürgen Kohler, Prof. Dr.

Input 3: Der Umgang mit internalisierenden Emotionen (Fokus Kinder)

Es geht um die häufigen internalisierenden Auffälligkeiten bei Kindern und Emotionen wie z.B. Angst, Traurigkeit und Scham. Vorgestellt werden ausgewählte verhaltenstherapeutische Konzepte, die den Umgang mit Emotionen, Ressourcenübungen oder Problemlösestrategien bei sozial-emotionalen Schwierigkeiten zum Gegenstand haben. Das sind beispielswiese das

  • Stresspräventionstraining für Kinder im Grundschulalter von Klein-Heßling & Lohaus
  • Verhaltenstraining in der Grundschule von Petermann, Koglin, Natzke & Marées
  • Stinksauer und gut drauf von BKK Gesundheitsförderung für Kitas und Grundschulen

Ausserdem werden praktische Herangehensweisen vorgestellt, die sich in Präventionsprogrammen und -projekten sowie im therapeutischen Alltag bewährt haben. Beispielsweise sind das Bilderbücher wie Ein Dino zeigt Gefühle von Löffel & Manske oder Gefühle sind wie Farben von Brandenberg & Härtel. In den Workshops werden die ausgewählten Instrumente hinsichtlich ihrer Brauchbarkeit für die logopädische Therapie diskutiert.

Tina In-Albon, Prof. Dr.

Input 4: Selbstwirksamkeit und Selbstfürsorge der Therapeutin im Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten in der Logopädie (Fokus Erwachsene)

Der Umgang mit Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten ist auch im therapeutischen Setting der Logopädie herausfordernd und nicht selten emotional belastend. Deshalb ist es wichtig, dass Therapeutinnen und Therapeuten proaktiv für sich selber sorgen, ihre persönlichen Ressourcen und ihre Selbstwirksamkeit pflegen und stärken.

Selbstwirksamkeit meint den subjektiven Glauben an die eigenen Fähigkeiten und professionellen Kompetenzen, um Aufgaben und Anforderungen im beruflichen Alltag erfolgreich zu bewältigen. Es gilt als Ressource zum Umgang mit beruflichen Belastungen.

Selbstfürsorge meint ein proaktives Gesundheitsverhalten, um den fachlichen und emotionalen Anforderungen der Tätigkeit gerecht zu werden und dabei gesund zu bleiben. Dem vermittelten Konzept liegt ein ganzheitliches Verständnis von Wohlbefinden zugrunde, das innerhalb wie auch ausserhalb der Tätigkeit gepflegt werden muss.

Im Referat werden die beiden Konzepte «Selbstwirksamkeit» und «Selbstfürsorge» theoretisch und empirisch beleuchtet. Es werden Ideen für die praktische Umsetzung vermittelt und in den daran anschliessenden Workshops aufgegriffen.

Margaretha Florin, Dr.
Lucina Fioritto, M.Sc.

Kurzvita
Lucina Fioritto, M.Sc., Fachpsychologin für Psychotherapie FSP

Ausbildung

  • Studium der Angewandten Psychologie, Fachrichtung Klinische Psychologie an der HAP, Zürich
  • Fachpsychotherapeutin für Psychotraumatologie (SIPT) Lehrtherapeutin Masterarbeit zum Thema «Selbstfürsorge von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in der Schweiz»

Berufliche Tätigkeit

  • Psychotherapeutin für Erwachsene und für Paare in Gemeinschaftspraxis in Chur seit 2019
  • Stationspsychologin in der Klinik Pfäfers von 2010 – 2020
  • Yogalehrerin in Zürich 2003 - 2009
Margaretha Florin, Dr. Fachpsychologin für Psychotherapie FSP pcaSuisse

Ausbildung

  • Studium in Psychologie, Pädagogik, Informatik und Psychopathologie an der Universität ZH
  • Dissertation zu Die Bedeutung der Selbstwirksamkeit von Lehrpersonen für ihre professionelle Handlungskompetenz und für die Unterrichtsqualität am Institut für Erziehungswissenschaften der Universität ZH
  • MAS Sek ll Pädagogik Psychologie, PH Thurgau

Berufliche Tätigkeit

Dennis Hövel, Prof. Dr. , Leiter Institut für Verhalten, sozio-emotionale und psychomotorische Entwicklungsförderung

Prof. Dr. Dennis Hövel ist Leiter des Instituts für Verhalten, sozio-emotionale und psychomotorische Entwicklungsförderung der HfH in Zürich. Er ist schulischer Heilpädagoge und arbeitete einige Jahre in einer Sonderschule mit den Schwerpunkten Lernen und Verhalten sowie im Rahmen der Inklusion in Primarschulen und Gymnasien. Von 2013 bis 2020 war er in unterschiedlichen Funktionen in der Heil- und Sonderpädagogik an der Universität zu Köln tätig. Seit 2020 ist er Professor an der HfH. Sein inhaltlicher Fokus liegt auf der Entwicklung und Evaluation von Massnahmen des sozial-emotionalen Lernens (SEL). Sein zentrales Anliegen sind die Prävention und die Verbesserung einer evidenzbasierten Praxis.

Tina In-Albon, Prof. Dr.

Tina In-Albon ist seit 2013 Professorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters an der Universität Koblenz-Landau, Campus Landau, sowie Leiterin der Landauer Psychotherapie-Ambulanz für Kinder und Jugendliche und des Studiengangs zur Ausbildung in Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Sie hat an der Universität Basel promoviert und habilitiert und ist Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche (Verhaltenstherapie). Forschungsschwerpunkte sind Angststörungen im Kindes- und Jugendalter, Emotionsregulation, Psychotherapieforschung, Nichtsuizidale Selbstverletzungen.

Susanne Kempe Preti, lic. phil.

Susanne Kempe Preti ist Dozentin im Institut für Sprache und Kommunikation untererschwerten Bedingungen im Schwerpunkt Sprachtherapie und Co-Leiterin des Studiengangs Logopädie.

Werdegang:

  • Studium der Logopädie und Lizenziat an der Abteilung Logopädie im Sonderpädagogischen Departement der Universität Fribourg.
  • CAS in Hochschuldidaktik.
  • Seit 2005 Tätigkeit als Dozentin an der HfH.

Thematische Schwerpunkte in Lehre, Forschung und Dienstleistung sind Logopädie im Kinderbereich und im Schulalter, Lese-Rechtschreibstörungen, Sprachentwicklungsstörungen bei ein- und mehrsprachigen Kindern sowie Inklusion und Kooperation in der logopädischen Arbeit.

Regelmässige Auseinandersetzung mit logopädischen Interventionen in unterschiedlichen Bereichen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Rahmen der Praxisbegleitung an der HfH.

Nitza Katz-Bernstein, Prof. Dr.
  • Dipl. Logopädin (SAL)
  • Klinische Psychologin
  • Psychotherapeutin für Kinder und Jugend (FPI /AEG, ASP-CH)
  • TU Dortmund (im Ruhestand)
  • Tel-Aviv-University: (Vis. Prof.)
  • Privatpraxis für Supervision Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie / Logopädie, Zürich

 

  • 1973 – 1993 Therapeutische Arbeit als Fachkraft für Kinder mit Redestörungen beim Schulamt der Stadt u. Kanton Zürich.
  • 1993 – 2008 Professur an der technischen Univ. Dortmund, Fakultät Rehabilitationswissenschaft und Leitung des „Zentrum für Beratung und Therapie“ der Fakultät.
  • Ab 1982 Dozentin am HfH für den Bereichen Stottern und selektiver Mutismus.
Jürgen Kohler, Prof. Dr.

Jürgen Kohler ist seit 2002 Dozent an der HfH mit den inhaltlichen Schwerpunkten Redeflussstörungen, Diagnostik, Entwicklungs- und Lernpsychologie sowie Forschungsmethodik in Lehre und Forschung. Zuvor war er von 1995 bis 2002 Schulleiter einer Schule für Logopädie in Deutschland und hat in diversen logopädischen Praxen gearbeitet. Er hat 1989 in Heidelberg die Ausbildung zum Logopäden absolviert, 1996 an der Uni Heidelberg den Abschluss zum Diplom-Psychologen gemacht und 2014 an der Ludwig-Maximilian-Universität in München promoviert.

Annett Lütolf, lic. phil.
Britta Massie, Dr.
  • Seit 2019 Senior Lecturer am Institut für Sprache und Kommunikation unter erschwerten Bedingungen, HfH
  • 2016 - 2019 Abklärungslogopädin der Stadt Zürich
  • 2014 - 2016 Logopädin an der Primarschule Schlimperg in Effretikon Dozentin für Weiterbildungen sowie Leiterin des Ressorts Schule im Zürcher Berufsverband der Logopädinnen und Logopäden
  • 2011 - 2012 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Grundschulpädagogik Deutsch an der Universität Potsdam
  • 2008 - 2009 Projekt zum Spracherwerb bei Frühgeborenen an der Universität Potsdam und Sprachtherapeutin in einer Potsdamer Praxis für Logopädie sowie freiberufliche Dozentin an einer Ausbildungsstätte für Logopädie (IWK, Potsdam)
  • 2006 - 2008 Promotion an der Medizinischen Hochschule Hannover im Projekt: «Auswirkungen verschiedener Übungsverfahren auf Lese-Rechtschreibkompetenzen». Titel der Dissertationsschrift: «Wie sieht ein erfolgversprechendes systematisches Training der segmentalen Lesefähigkeit in der dritten Klasse aus? Neue Wege in der Modellierung und Förderung des Schriftspracherwerbs.»
  • 2006 Sprachtherapeutin in einer Berliner Praxis für Logopädie
  • 2000 – 2006 Studium der Allgemeinen Sprachwissenschaft (Patholinguistik) an der Universität Potsdam
Gabriele Scharf-Mayer, Dr.
  • Seit 2016 Eigene Praxis für intensive Sprachtherapie für Menschen mit neurologischen Sprach- und Sprechstörungen in Bad Wildbad
  • 2012-2015 Entwicklung und Erprobung eines Konzepts für intensive Sprachtherapie in der ambulanten Praxis
  • 2012 – 2015 Testleiterin im Rahmen der Aphasie-Versorgungsstudie FCET2EC zur Effektivität von intensiver Aphasietherapie
  • 2012 – 2015 Honorartätigkeiten als Sprachtherapeutin für neurologische Erkrankungen in verschiedenen logopädischen Praxen, neurologischen Rehakliniken und auf einer Stroke Unit
  • 1997 – 2011 Phonetikerin / Klinische Linguistin in einer neurologischen Rehabilitationsklinik
  • 1996 - 1999 Promotionsstudium an der Universität Stuttgart, Dissertation 1999 zum Themenbereich Dysarthrophonie
  • 1994 – 1996 Wissenschaftliche Angestellte im Rahmen eines Forschungsprojektes der Neurologischen Klinik der Universität Tübingen
  • 1991 – 1994 Studium Klinische Linguistik, Musikpädagogik und Psychologie an der Universität Bielefeld
  • 1988-1991 Studium Sprachwissenschaft und Musikwissenschaft an den Universitäten Osnabrück und Leipzig
Meike Wolters-Kohler, lic. phil.

Meike Wolters-Kohler ist seit 2008 Senior Lecturer an der Hochschule für Heilpädaogik in Zürich. Ihre Lehr- und Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich des Umgangs mit herausforderndem Verhalten, der Zusammenarbeit von Regellehrpersonen und SHPs im integrativen Setting und der Aufgaben von Schulleitungen an integrativen Schulen. Dem Institut für Professionalisierung und Systementwicklung gehört sie seit 2017 an. Seit 2021 ist sie Mitglied des Teams der Studierendenberatung der HfH.

Sie studierte Sonderpädagogin an der Universität Hannover und arbeitete als Schulische Heilpädagogin an verschiedenen Sonderschulen mit Schwerpunkt Sprachliche Entwicklung, Lernen und Verhalten. Am Moreno Institut Stuttgart absolvierte sie die Psychodrama Ausbildung und beendet im März 2022 die Ausbildung zur Systemischen Beraterin am Bodensee-Institut in Radolfzell.

Durchführung der Veranstaltung

Bitte melden Sie sich für eine Teilnahme vor Ort oder Online an. Die Tagung an der HfH wird unter Einhaltung von 2G COVID Zertifikat durchgeführt (Geimpft oder Genesen, sitzend mit Maske). Ihre Anmeldung behält ihre Gültigkeit, wenn aufgrund der aktuellen Covid-19-Situation Anpassungen bei der Durchführungsmodalität erforderlich sind und unter anderem eine Weiterbildung statt vor Ort nur noch online durchgeführt werden muss.

Das vorliegende Schutzkonzept der HfH gilt verbindlich für alle Mitarbeiter:innen, Student:innen, Weiterbildungsteilnehmer:innen sowie für externe Besucher:innen. Die HfH stellt durch geeignete Massnahmen sicher, dass die Vorgaben von Bund und Kanton eingehalten werden. Mit Ihrer Anmeldung bestätigen Sie, dass Sie das Schutzkonzept zur Kenntnis genommen haben.

Weitere Informationen bezüglich Coronavirus: www.hfh.ch/coronavirus

Hinweis

Bei einer digitalen Teilnahme an der Tagung sind die Namen der einzelnen Teilnehmenden sowie allfällige Beiträge (Video, Ton, Chat etc.) für die anderen Teilnehmenden sicht- bzw. wahrnehmbar. Weder die Referate noch die Workshops werden aufgezeichnet und zur Verfügung gestellt. Eine Aufzeichnung und Weitergabe der Unterlagen durch die Teilnehmenden ist untersagt.

Stand Dezember 2021
Änderungen vorbehalten

Fachartikel

Der Umgang mit sozial-emotionalen Schwierigkeiten in der Kindersprachtherapie und der Stellenwert von Emotionen in Fachliteratur und Selbstverständnissen von Sprachtherapeutinnen und -therapeuten

 

Erschienen in logopädieschweiz, Ausgabe 03 / September 2021

Sozial-emotional schwieriges Verhalten in der Kindersprachtherapie

 

 

Erschienen in Praxis Sprache, Ausgabe 1/2021

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