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New Paths to InclUsion Network

Ausgangslage und Ziele

Mit der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UNCRPD), die im Jahr 2008 in Kraft trat, ist die rechtliche Basis für ein inklusives Verständnis im Umgang mit Menschen mit Behinderungen geschaffen worden. Menschen mit Behinderung werden darin als Subjekte wahrgenommen, die selbstbestimmt alle Menschenrechte barrierefrei und, wo notwendig, mit Unterstützung, verwirklichen können.

Fragestellung

Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt New Paths to InclUsion Network, welches von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms zum Lebenslangen Lernen (Leonardo Programm berufliche Bildung) von Januar 2013 bis Dezember 2015 (Projektnummer: 527631-LLP-1-2012-1-AT-LEONARDO-LNW) gefördert wird, geht der Frage nach, was notwendig ist, um eine wirkliche und nachhaltige (transformative) Veränderung in der Organisation, Struktur und den Prozessen von Dienstleistungen für Menschen mit Behinderungen über die Lebensspanne zu erreichen und welche Lernformen in Aus- und Weiterbildung notwendig sind, um diesen Prozess bestmöglich zu unterstützen. Am Projekt nehmen 19 Organisationen aus 14 europäischen Ländern sowie das „Marsha Forrest Centre" aus Kanada, vertreten durch John O`Brien, als „Drittstaaten Partner" teil.

Methodisches Vorgehen

Um dieser Idee von nachhaltiger Veränderung und der Generierung von Neuem zu entsprechen, wurde das Projektdesign um den theoretischen Rahmen der Theorie U (Scharmer, 2009) modelliert. Das Konzept Scharmers besteht im Wesentlichen aus der Unterscheidung von verschiedenen Formen des Umgangs mit Veränderung, deren Grundlage unterschiedliche Aufmerksamkeitsstrukturen bilden. Die Theorie U geht davon aus, dass soziale Prozesse nicht einfach von Absichten geleitet und gesteuert werden können, sondern dass immer auch die Haltungen, die den Veränderungsprozessen vorausgehen und diese maßgeblich tangieren, zu beachten sind. Die Projektschritte im Projekt „New Paths to InclUsion Network" folgen den Stufen der Wahrnehmung und Veränderung der Theorie U, mit dem Ziel, selbige zu erzeugen. In den drei Projektjahren sind spezifische Aktivitäten vorgesehen:

  • Weiterentwicklung von organisationalen Lernformen zur nachhaltigen Implementierung personenzentrierter Ansätze in die Kulturen, Strukturen und Prozesse von Anbietern der Behindertenhilfe.
  • Öffnung, Weiterentwicklung und Anwendbarmachung von Ansätzen der Sozialraumorientierung und Gemeinweseninklusion.
  • Schaffung von inklusiven Lehr- und Lernräumen für Personen mit heterogenen Ausgangsvoraussetzungen und Bildungshintergründen.

Nebst dem Transfer der Curriculums, welches aus sechs Modulen à zwei Tagen besteht, in sechs weitere Länder (Dänemark, Kroatien, Spanien, Portugal, Rumänien und Slovakei), sollen die in dem Projekt gemachten Lernerfahrungen einem aus drei Modulen bestehenden Mulitplikatorenkurs verdichtet werden, an dem alle am Projekt Beteiligten aktiv mitwirken.

Die beteiligten Organisationen übernehmen nationale Koordinationsaufgaben, 0rganisieren Austauschmöglichkeiten und nationale Plattformen der Persönlichen Zukunftsplanung und der Personenzentrierten Ansätze, dokumentieren die Aktivitäten und teilen ihre Lernerfahrungen gegenüber der Leitungsgruppe von queraum und der Projektpartnerschaft mit.

Ergebnisse

Die Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik (HfH) als Nationaler Koordinator:

Als Netzwerkpartner wird die HfH Austauschmöglichkeiten organisieren. In einem ersten Schritt wurden an der Tagung „Selbstbestimmt leben – Zukunftsplanung im Lebenslauf" am 28. Juni 2013 zahlreiche innovative Projekte aus der Schweiz, aus Deutschland und Österreich vorgestellt, welche mit Personenzentrierten Ansätzen und/oder der Persönlichen Zukunftsplanung arbeiten oder diese weiterentwickelt haben. Daraus soll ein jährlicher Vernetzungsanlass eines noch zu gründenden „Netzwerkes Personenzentrierte Planung Schweiz" entstehen. Mit einer zweiten Tagung im Mai 2015 wird ein weiterer Austausch ermöglicht.

 

Online Wissensportal des Netzwerks Neue Wege zur InklUsion: Link

Publikationen

  • Wicki, M.T., Adler, J. & Koenig, O. (2016). Neue Wege zur Inklusion. In I. Hedderich, R. Zahnd (Hrsg.), Teilhabe und Vielfalt: Herausforderungen einer Weltgesellschaft. Beiträge zur Internationalen Heil- und Sonderpädagogik (S. 461-467). Bad Heilbrunn: Klinkhardt.
  • Wicki, M.T., Adler, J. & Koenig, O. (2013). Neue Wege zur Inklusion. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 19(10), 26-33. PDF

 

 

Fakten

Laufzeit
08/2013-12/2015
Nr.
3_10

Projektleitung

lic. phil.  Adler

Kontakt

Forschung und Entwicklung
Tel: +41 44 317 11 81

zfe[at]hfh.ch zfe