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REVISA – Recognition of Visual Impairment in (Pre)School Age

Ausgangslage und Ziele

Durch das Projekt REVISA (Recognition of Visual Impairment in (Pre)School Age) sollen risikobehaftete und förderliche Entscheidungsereignisse im Prozess der spezialisierten Erfassung und Abklärung des individuellen Förderbedarfs und der Unterstützung durch Massnahmen im Kontext der Sehbeeinträchtigung identifiziert werden. Da davon ausgegangen werden kann, dass bei einem Teil der Kinder und Jugendlichen mit einer Sehbeeinträchtigung und weiteren Beeinträchtigungen der spezifische sonderpädagogische Förderbedarf im Bereich Sehen nicht erkannt wird und auch keine sehbehindertenspezifische Abklärung erfolgt, soll aufgeklärt werden, welche Entscheidungsereignisse dazu führen, dass eine Unterstützung durch spezialisierte sonderpädagogische Massnahmen fehlt, erschwert oder spät angeboten wird. Dadurch sollen Faktoren in verschiedenen Bedingungsfeldern bestimmt werden können, welche zu einer Erhöhung der Sensibilität an wichtigen Entscheidungspunkten und damit auch zu einer frühen Verfügbarkeit von spezifischen Angeboten für Kinder und Jugendliche mit einer Sehbeeinträchtigung und weiteren Beeinträchtigungen führen.

Fragestellung

Im Projekt REVISA steht folgende Fragestellung im Zentrum:

Welche risikobehafteten Entscheidungsereignisse im Prozess der Erfassung, der spezialisierten Abklärung eines individuellen sonderpädagogischen Förderbedarfs und der Unterstützung durch Massnahmen im Kontext einer Sehbeeinträchtigung und allenfalls weiteren Beeinträchtigungen können im Verlauf der Schulbiographie von Kindern und Jugendlichen dazu führen, dass eine Unterstützung durch spezialisierte sonderpädagogische Massnahmen fehlt, erschwert oder spät angeboten wird?

Methodisches Vorgehen

Bei REVISA handelt es sich um eine qualitative Studie mit explorativem Charakter. Im Interesse der Untersuchung stehen Kinder und Jugendliche, deren Sehbeeinträchtigung spät erkannt wurde und die allenfalls von zusätzlichen Beeinträchtigungen betroffen sind.

Zur Aufdeckung der risikobehafteten und förderlichen Entscheidungsmomente werden zuerst Gruppendiskussionen mit Fachpersonen (u. a. Fachpersonen der Beratung und Unterstützung (B&U), Lehrpersonen) geführt. Diese Erkenntnisse dienen als Grundlage dafür, die Verläufe und die darin enthaltenen risikoreichen Entscheidungsereignisse aus Sicht von weiteren Perspektiven (Eltern und Schulpsycholog*innen) detaillierter zu erheben, um umfassendere Erkenntnisse über diese Verläufe zu erhalten. Diese Ergebnisse werden anschliessend in Fokusgruppendiskussionen validiert und die so dokumentierten risikobehafteten und förderlichen Entscheidungsereignisse können der Erarbeitung von Empfehlungen zur Verbesserung der Entwicklungs- und Bildungschancen durch Optimierung im Prozess der Erfassung und Abklärung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs dienen.

Ergebnisse

REVISA ermöglicht es, risikobehaftete Entscheidungsereignisse im Prozess der Erfassung, Abklärung und der Unterstützung durch sonderpädagogische Massnahmen für Kinder und Jugendliche mit einem besonderen Bildungsbedarf aufgrund einer Sehbeeinträchtigung und allenfalls weiteren Beeinträchtigungen, zu identifizieren. Auf dieser Grundlage können Empfehlungen zur Verbesserung dieser Prozesse und Unterstützungsmassnahmen formuliert werden.

Das Projekt REVISA wird vom Schweizerischen Zentralverein für das Blindenwesen (SZBlind) finanziert.

Fakten

Laufzeit
09/2019-02/2021
Nr.
3_28

Projektleitung

MA  Schweizer

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Projektteam

Kontakt

Zentrum Forschung und Entwicklung
Tel: +41 44 317 11 46

zfe[at]hfh.ch zfe