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Vortrag «Bewegte Sprache»

Prof. Dr. Anke Sodogé, Leiterin des Instituts für Sprache und Kommunikation unter erschwerten Bedingungen, konnte am 25. Februar eine ausgewiesene Expertin für frühe sprachliche Bildung zu einem Vortrag begrüssen. Prof. Dr. Nadine Madeira Firmino von der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf hielt vor zahlreichen Gästen in der Aula 100 ein lebhaftes Referat über bewegungsorientierte Sprachbildung und -förderung in den ersten Lebensjahren.

Freude an der Sprache wecken

Bewegung besitzt ein entwicklungsförderndes Potenzial, welches sich insbesondere in den ersten Lebensjahren positiv auf den Spracherwerb auswirken kann. Gleich zu Anfang des Vortrags zeigte Prof. Dr. Madeira Firmino ein Video mit einem Jungen während der Sprachförderung in einer Kindertagesstätte. Sein Blick wie auch seine Aufmerksamkeit bewegten sich immer zu den spielenden Kindern draussen im Garten, anstatt auf die Sprechübung. Bewegungsorientierte Sprachbildung eignet sich für alle Kinder – unabhängig von Differenzkategorien. Über Bewegung kommen Kinder mit anderen in Kontakt und können an gemeinsamen Aktivitäten teilhaben. Bewegungsaktivitäten stellen für Kinder einen Rahmen dar, in dem Sprechanlässe geschaffen, Dialoge angebahnt und Interaktionen aufgebaut werden können. Im Vordergrund stehen das Wecken der Freude an Sprache sowie die Unterstützung der Kommunikation der Kinder.

Sprachunabhängige Kompetenzen

Insbesondere mehrsprachige Kinder, die eine Zweit- oder Drittsprache erwerben, profitieren von bewegungs- und handlungsorientierten Zugängen zur Sprache. Das wurde anschaulich in einer Gruppenübung dargestellt. Nachdem sich sechs Freiwillige aus dem Publikum gefunden hatten, erklärte Nadine Madeira Firmino die Situation: Alle Freiwilligen stellten nun siebenjährige Kinder dar. Ohne Vorwarnung wechselte Madeira Firmino in die portugiesische Sprache und stellte die Freiwilligen sowie das Publikum vor eine unerwartete Situation: Sie erklärte ein Kinderspiel in einer für alle fremden Sprache. Trotzdem funktionierte das Kinderspiel, das sich zum Schluss als das «Heulbojenspiel» herausstellte. Die Übung zeigte, dass mehrsprachige Kinder – oder in diesem Fall erwachsene Freiwillige – auf ihren bestehenden sprachunabhängigen Kompetenzen aufbauen. Durch Betonung, Rhythmus, Intonation, Gesten und das Gefühl, nicht alleine in der Situation zu sein, gelang es, die portugiesische Spielanleitung sinngemäss zu verstehen.

Sprachvorbilder

Ziel ist es, dass Pädagogische Fachkräfte vielfältige Situationen im Alltag aufgreifen und für «sprachbildende Momente» nutzen können. Für Nadine Madeira Firmino ist es im Rahmen der bewegungsorientierten Sprachbildung von wesentlicher Bedeutung, dass sich pädagogische Fachkräfte ihrer Rolle als wichtiges Sprachvorbild bewusst sind und jedes Kind ausgehend von seinen individuellen Sprachkompetenzen in seiner weiteren sprachlichen Entwicklung unterstützen.

Zum Sprechen anregen

Die bewegungsorientierte Sprachbildung nutzt – statt vorgegebener Materialien und festgelegter Zeiten – alltägliche Situationen, um sprachbewusste und sprachbildende Prozesse anzuregen. So werden Sprachanlässe, die sich zum Beispiel beim Anziehen, im Freispiel, bei Bewegungsaktivitäten oder beim Vorlesen ergeben, aufgegriffen und sprachanregend gestaltet.

Neue Vortragsreihe

Unter der Projektleitung von Dozentin Karoline Sammann Link zur Mitarbeiterübersicht Karoline Sammann stellt das Institut für Sprache und Kommunikation unter erschwerten Bedingungen im Rahmen einer Vortragsreihe seine Schwerpunkte vor. Informationen zu weiteren Veranstaltungen folgen auf www.hfh.ch/agenda Link zur HfH Agenda.

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