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31.01.2018

Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Andrea Lanfranchi

Andrea Lanfranchi führte die Gäste mit lebendigen Beispielen aus der Praxis an das Thema heran, und beleuchtete anschliessend den Begriff der Beziehungskompetenz näher. Darunter wird die Fähigkeit verstanden, feinfühlig und fürsorglich mit Gesten und Worten auf Mitmenschen einzugehen, um ein Resonanzverhältnis herzustellen, welches bei der Person Vertrauen zu sich selbst und zu seiner Umgebung schafft. Die Beziehungskompetenz bestimmt den Erfolg des Lernens und der Entwicklung von Lernenden massgebend: Sie bewirkt ein höheres Wohlbefinden und psychische Stabilität, ein positiveres Selbstkonzept, höhere Sozialkompetenz sowie bessere Leistungen und weniger Problemverhalten. Andrea Lanfranchi belegte weiter mit Beispielen aus der Forschung, dass die Lehrer-Schüler-Beziehung sogar weitaus wichtiger ist, als beispielsweise die Fachkompetenz und erklärte, dass diese vor allem in Supervision und Kasuistik durch Selbstreflexion lernbar ist. Er betonte die Wichtigkeit der emotionalen Beziehung von heilpädagogischen Fachpersonen zu Personen mit Behinderung, wogegen das Fachwissen oder Methoden in den Hintergrund rücken. Dementsprechend plädierte sein Vortrag für emotionszentrierte und nicht nur kognitionszentrierte Verfahren von Lehr- und heilpädagogischen Fachpersonen.

Am Ende gab Andrea Lanfranchi die Bühne für zwei Schauspieler des Eidgenössischen Improvisationstheaters frei, welche den Gästen die Inhalte des Vortrages in einem kreativen Schauspiel darboten.

Die Antrittsvorlesung wurde vor vielen Gästen und Mitarbeitenden der HfH am 30. Januar in der Aula der HfH gehalten. Die Vortragsfolien sowie ein Handout des Referenten sind auf Anfrage bei kommunikation [at] hfh.ch (kommunikation[at]hfh.ch kommunikation) gerne erhältlich.