CAS Beziehung zuerst! Bindungsgeleitete Interventionen im Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten

Weiterbildung

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Hochschuladministration
E-Mail
weiterbildung [at] hfh.ch

Leitung

Alex
Neuhauser
Titel
Dr. phil.
Funktion
Senior Researcher

Überblick

Entwicklung und Lernen vollziehen sich in sozialen Beziehungen. Schüler:innen mit Verhaltensauffälligkeiten haben in ihren Herkunftsfamilien oft wenig Sicherheit erfahren – z.B. durch Zurückweisung, Überbehütung, Vernachlässigung oder Misshandlung. Die von klein auf erlernten Strategien, mit bedrohlichen Situationen umzugehen, können sich in der Schule als herausforderndes Verhalten manifestieren. Hier setzt der CAS an: Problemverhalten, das in Beziehungen entstanden ist, lässt sich nur im Rahmen von Beziehungen verändern. Die Kursteilnehmer:innen erwerben basierend auf der Bindungstheorie elaboriertes Verstehens- und Handlungswissen für den Umgang mit herausforderndem Verhalten. Sie werden angeleitet, diese Kenntnisse in ihrer Praxis umzusetzen, zu reflektieren und zu evaluieren. Die so aufgebauten Beziehungskompetenzen tragen dazu bei, neue Zugänge zu Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten zu finden und (daran anknüpfend) angemessene Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Der CAS wird in Kooperation mit Henri Julius, Professor an der Universität Rostock, durchgeführt.

Fakten
Kursnummer
2022-06
Datum
Dauer
Start: Freitag, 16. September 2022. Der Lehrgang dauert bis September 2023.
Maximale Anzahl Teilnehmende
24
Anmeldeschluss
Kosten
CHF 6900 plus CHF 300 Zertifikatsgebühr. Für Schulhausteams gewähren wir einen Nachlass von CHF 500 pro Person.

Detailprogramm und Anmeldeformular finden Sie hier:

Broschüre CAS Beziehung zuerst!

Stimmen von Teilnehmenden

«Immer wieder begleite ich Kinder, welche im schulischen Umfeld nicht gut funktionieren. Um diesen Kindern mit Verständnis und bindungsspezifischer Feinfühligkeit zu begegnen, benötige ich mehr Fachwissen. Dieses fundierte Fachwissen eignete ich mir im «CAS Beziehung zuerst!» an. Ich empfehle diesen allen Fachpersonen im schulischen Umfeld.» P. S., Schulische Heilpädagogin

«Meine Motivation für die Teilnahme an dem CAS war eine Schülerin mit sehr herausforderndem Verhalten. Dank der im Kurs vermittelten Inhalte, vor allem der bindungsgeleiteten Intervention von Henri Julius gelang es mir, herausforderndem Verhalten anders, nämlich entwicklungsfördernd zu begegnen. Ich kann den Kurs jedem nur empfehlen.» M. K. L., Schulische Heilpädagogin in Zürich

«Dank dem CAS kann ich herausforderndes Verhalten von Schülern und Schülerinnen heute genauer beobachten und besser einordnen. Bei der Auseinandersetzung mit dem Praxisprojekt konnte ich auch mein eigenes Fürsorgeverhalten reflektieren, was sehr hilfreich war. In Zukunft werde ich bei der Gestaltung von schulischen Settings den Aspekt der Beziehung stärker gewichten.» B. W., Schulischen Heilpädagogin.

«Die fundierte Theorie, die sorgfältige, wohlwollende und professionelle Begleitung durch die Dozierenden, der regelmässige Austausch mit den CAS-Teilnehmerinnen und - Teilnehmern und meine intensive Auseinandersetzung mit mir und dem Thema beflügelten mich sehr und eröffneten mir neue Dimensionen in meinem pädagogischen Denken und Handeln.» S. R., Schulische Heilpädagogin an einer Mittelstufe

«In meiner Arbeit als Sozialpädagogin komme ich immer wieder in Kontakt mit Kindern und Jugendlichen, welche verschiedene Verhaltensauffälligkeiten (ADHS, Autismus, psychische Belastungen, Gewaltthematiken etc.) mit sich bringen. Zusätzlich stammen die Kinder nicht aus einfachen familiären Verhältnissen, was die Beziehungsgestaltung zu ihnen beeinflusst. Ich kam teils an meine Grenzen und wollte mich somit in diesem Thema (...) weiterbilden. Die einzelnen Inhalte des CAS haben mich persönlich sehr weitergebracht, neue Sichtweisen und Interventionsmöglichkeiten eröffnet. (...) Mit dem theoretischen Hintergrundwissen sehe ich die Klienten nun aus einem anderen Blickwinkel. Ebenfalls habe ich mich als Person weiterentwickelt und stehe den Kindern und Jugendlichen nun mit einem anderen Verhalten gegenüber, was sich wieder positiv auf ihr Verhalten auswirkt. Die praktische Arbeit mit den Videoanalysen hat ermöglicht, an negativen Beziehungsmuster zu arbeiten und den Kindern neue positive Erfahrungen zu ermöglichen, was sich wiederum auf die Beziehung und die alltägliche Arbeit mit ihnen positiv ausgewirkt hat. Vom grossen Wissensschatz der Dozierenden konnte ich enorm profitieren.» S. I., Sozialpädagogin

Kursort

Zürich

Ziele

  • Die Teilnehmer:innen verstehen die Funktion und Dynamik von Verhaltensauffälligkeiten gestützt auf bindungstheoretischen Grundlagen.
  • Sie wenden im CAS vermittelte Konzepte zur Beziehungsgestaltung bzw. zum Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten in ihrer eigenen Praxis an.
  • Sie evaluieren und berichten die Wirksamkeit der umgesetzten Interventionskonzepte.

Zielgruppen

Praktiker:innen aus heilpädagogischen und pädagogischen Arbeitsbereichen (z.B. Kindergarten, (Sonder-) Schulen, Wohneinrichtungen). Die erworbenen Kompetenzen sind auch für Psycholog:innen in beraterischen und therapeutischen Kontexten anwendbar.

Arbeitsweise

Der dozentengeleitete Präsenzteil beinhaltet die Einführung in Verstehens- und Handlungskonzepte, unter anderem mittels Fallbeispielen und Videoanalysen. Im selbstorganisierten Lernen werden die im Kurs vermittelten Konzepte in der Praxis erprobt, reflektiert und evaluiert. Fallbeispiele der Kursteilnehmenden werden kollegial und dozentengeleitet (Supervision) besprochen.

Infoveranstaltungen

Mittwoch, 23. Februar 2022, 14 – 15 Uhr (online)
Mittwoch, 16. März 2022, 16.30 – 17.30 Uhr (online)
Mittwoch, 27. April 2022, 15 – 16 Uhr (Teilnahme vor Ort an der HfH oder online möglich, bitte bei der Anmeldung angeben.)
Mittwoch, 8. Juni 2022, 16.30 – 17.30 Uhr (online)
Mittwoch, 6. Juli 2022, 13.30 – 14.30 (online)
Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung mit folgenden Angaben Privatadresse, Telefonnummer und Geburtsdatum an: weiterbildung [at] hfh.ch

Coronavirus

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