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Filmrezeption bei Personen mit Autismus sowie Sinnesbehinderungen Totales Eintauchen durch Apps und autismusfreundliche Kinos (FASEA)

Ausgangslage und Ziele

Menschen mit Sinnesbehinderungen oder mit Autismus-Spektrum-Störungen sollen im gleichen Masse Zugang zu Kinos haben wie Menschen ohne Behinderungen oder Beeinträchtigungen. Doch barrierefreie Filmfassungen beschränkten sich bislang auf das Heimerlebnis via DVD. Seit Kurzem werden mit den Smartphone-Applikationen "Greta" (Audiodeskription) und "Starks" (Untertitelfunktion) viele Filme in zahlreichen Kinos zugänglich gemacht. Ebenso gibt es autismusfreundliche Kinovorstellungen, die für Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen das Kinoerlebnis gefühls- und erlebnismässig erträglicher machen. Dadurch wird die soziale und kulturelle Teilhabe von Menschen mit Behinderung oder Beeinträchtigung gestärkt.

Fragestellung

Das Forschungsprojekt prüft, wie Menschen mit Sinnesbehinderungen mit Hilfe der Apps Greta und Starks sowie Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen anhand autismusfreundlicher Kinovorstellungen Filme wahrnehmen und erleben. Diese Ergebnisse werden verglichen mit denjenigen der Menschen ohne Behinderung oder Beeinträchtigung. Es wird davon ausgegangen, dass durch den Einsatz der Apps Greta und Starks Menschen mit Sinnesbehinderungen eine ähnliche Erlebenisqualität haben, ähnliche Emotionen erleben und vergleichbare Kognitionen haben wie Menschen ohne Sinnesbehinderungen. Ebenso erfahren Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen durch das Zeigen eines Films unter autismusfreundlichen Bedingungen vergleichbare Emotionen und Kognitionen.

Methodisches Vorgehen

Für das Forschungsprojekt sollen 50 Personen mit einer Sehschädigung, 50 Personen mit einer Hörschädigung, 50 Personen mit Autismus-Spektrum-Störungen sowie 100 Personen ohne Sinnesbehinderung einbezogen werden. Jene sollen bezüglich Alter, Geschlecht, Bildung und Medienerfahrung vergleichbar sein. Ihnen wird in Kinos ein Film mit Audiodeskription und Untertitelung oder unter autismusfreundlichen Bedingungen vorgeführt, der emotional anspricht und kognitiv aktiviert. Die Zuschauerinnen und Zuschauer beantworten vor und nach der Vorführung einen Fragebogen.

Ergebnisse

Die Studie weist nach, dass Menschen mit Sinnesbehinderungen über die Apps Greta und Starks oder Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen durch autismusfreundliche Kinovorstellungen im Kino Filme ähnlich erleben wie Menschen ohne Behinderung oder Beeinträchtigung. Ebenso, wie diese Personen unter diesen Bedingungen Filme gefühls- und verstandesmässig erleben. Mit der Studie können auch Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten der Apps oder der Kinovorstellungen gefunden werden. Ebenfalls werden erste Erfahrungen gesammelt, wie Personen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen in die Rezeptionsforschung einbezogen werden können.

Kontakt

Zentrum Forschung und Entwicklung
Tel: +41 44 317 11 46

zfe[at]hfh.ch zfe