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ProToM: Promoting Deaf and Hard of Hearing Children’s Theory of Mind and Emotion Understanding

Ausgangslage und Ziele

Eine Hörbehinderung kann die Entwicklung von emotionalen und sozial-kognitiven Fähigkeiten stark beeinflussen. Das gilt vor allem für die Entwicklung von Theory of Mind (ToM) und Emotionswissen (EW). Das Ziel dieses europäischen Kooperationsprojektes (Erasmus+, Movetia) ist die Entwicklung eines evidenzbasierten Förderinstruments in verschiedenen Laut- und Gebärdensprachen für hörbehinderte Kinder. Es wird für unterschiedliche Beschulungssettings (Zentren für Hören und Sprache, Integrationsklassen) umsetzbar sein. Gefördert werden 6-12jährige Kinder in ToM-Kompetenzen und gleichzeitig in sprachlichen Strukturen (Vokabular und Syntax), die für die ToM-Kompetenzen notwendig sind.

Zielsetzung

Das Projekt ist ein Erasmus+-Projekt mit Kooperationspartnern in Deutschland, Griechenland und Zypern. Es werden mehrsprachige Schulungen und eine „Praxiskiste“ mit vielfältigen Informationen für Lehrkräfte entwickelt, die auch in die universitäre Lehre integriert werden.

Die Projektergebnisse werden gezielt für weitere Berufsgruppen (z.B. Frühförderung, Sozialarbeit, Therapie) und auch für Eltern nutzbar gemacht.

Konkrete Ziele:

  1. Entwicklung eines evidenzbasierten, umfassenden Förderprogramms (9 Module, mind. 4 verschiedene Übungen/Materialien), das unterschiedliche Entwicklungsbedingungen von hg. Kindern, ihre sprachlichen (gebärdensprachlich und/oder lautsprachlich) u. kulturellen Voraussetzungen berücksichtigt und in verschiedenen Bildungssettings einsetzbar ist (Zentren für Hören und Sprache, Regelschule, Teilintegration).
  2. Niederschwelliger Zugang zum Förderprogramm für verschiedene Berufsgruppen einschließl. umfangreicher Materialien in verschiedenen Laut- und Gebärdensprachen gebündelt auf einer Internetseite. Es liegt damit eine Praxiskiste vor mit verschiedenen Informationen für ToM und EW (einschließlich Erläuterungen zu vorhandenen Assessment-Verfahren) und u.a. auch zur Elternarbeit sowie videobasierte Vokabellisten und Beispielsätze einschließl. Erläuterungen in verschiedenen Gebärdensprachen.
  3. Sensibilisierung / Schulung von hörenden und hörgeschädigten Lehrkräften der Praxispartner für die Förderung von ToM und EW bei hg. Kindern in verschiedenen Bildungssettings.
  4. Implementierung der innovativen Praxis in den beteiligten Schulen und landes-/europaweiter Transfer an Förder- und Regelschulen, Kindergärten, Frühförder- und Beratungseinrichtungen.
  5. Integration der innovativen Praxis in die universitäre LehrerInnenausbildung der beteiligten Hochschulen und Transfer in andere Aus-/ Fortbildungseinrichtungen in Europa.

Die Entwicklung des Programms für die Förderung von ToM und EW bei hörgeschädigten Kindern erfolgt evidenzbasiert und partizipativ. Die Evidenzbasierung wird mittels einer Datentriangulation erreicht, um sowohl die Vorteile von quantitativer Methodik (Replizierbarkeit) und qualitativer Methodik (Realitätsnähe) und die Perspektiven unterschiedlicher TeilnehmerInnen (SchülerInnen, LehrerInnen) zu kombinieren.

  • Pre-Posttest-Design zur Überprüfung der Effektivität der Intervention (Einsatz des ToM-Tests und TEC-Tests, Peterson et al 2005, Pons et al 2004, eines Sentence-Repetion-Tests (Haug et al., 2015) und eines Vokabeltests (mentale Lexeme))
  • Evaluative (Selbst-)Beobachtung durch die Lehrkräfte; Feedback der beteiligten Kinder
  • Fokusgruppen-Interviews bei transnationalen Treffen

Quantitative Auswertung der Pre-Posttest-Daten wird als Gruppenvergleich vorgenommen (verbundene Stichprobe). Solche Ergebnisse sind interessant für die scientific community.

Fakten

Laufzeit
11/2018-07/2021
Nr.
4_40

Projektleitung

Dr. phil.  Audeoud

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Projektteam

Finanzielle Unterstützung

Kontakt

Zentrum Forschung und Entwicklung
Tel: +41 44 317 11 46

zfe[at]hfh.ch zfe