Detail Page

Skipnavigation

Forschung Aktuelle Seite Projekte

Inhalt

Hier beginnt der Seiteninhalt:

Unterstützende Technologien im ersten Zyklus

Ausgangslage und Ziele

Rapide technologische Entwicklungen und Fortschritte in den Informations- und Kommunikationstechnologien verändern die Lebensgewohnheiten der Menschen, auch in der Heilpädagogik. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Sonderschulen und den Regelschulen in integrativen Settings werden immer häufiger unterstützende Technologien in der Regelschule zum Einsatz kommen. So sind Regellehrpersonen und auch schulische Heilpädagoginnen und -pädagogen zunehmend gefordert, Kinder und Jugendliche beim Einsatz unterstützender Technologien zu begleiten und zu fördern. Ziel des Projektes ist es, eine Bestandsaufnahme durchzuführen, den Einsatz unterstützender Technologien für Kinder mit Behinderungen in der Volksschule systema-tisch zu erfassen und die bereits bestehenden Grundlagen in der Aus- und Weiterbildung von heilpädagogischen Fachpersonen und von Regellehrpersonen im Bereich unterstützender Technologien zu ergänzen.

Fragestellung

Die Förderung von Kindern mit unterstützenden Technogien im Kindergarten ist ein wichtiger Schritt im Lebenslauf eines Kindes, mit Folgen für dessen weitere Entwicklung. Ein ebenso wichtiger Schritt ist der Übergang vom Kindergarten in die Primarschule. Darum fokussiert dieses Projekt auf die Untersuchung der Nutzung unterstützender Technologien vom ersten Kindergartenjahr bis zum Übergang in die zweite Primarschulklasse, der Zeitraum, der im Lehrplan 21 mit dem Begriff «erster Zyklus» gekennzeichnet ist.

Methodisches Vorgehen

Zur Beantwortung der Fragestellung wurde eine Befragung von Regellehrpersonen und heilpädagogischen Fachpersonen, die im ersten Zyklus tätig sind, in verschiedenen deutschsprachigen Kantonen durchgeführt.

Ergebnisse

Die Studie liefert erstmals einen Einblick in die Arbeit der Lehrpersonen bei der Förderung von Lern- und Bildungsprozessen von Kindern, welche unterstützende Technologien in der Volksschule im Zeitraum des ersten Zyklus in der Schweiz nutzen. An der Onlineumfrage zwischen Dezember 2017 und Februar 2018 nahmen 110 Fach- und Lehrpersonen aus dem ersten Zyklus aus 13 Schweizer Kantonen freiwillig teil.

Die Befragung zeigt, die Digitalisierung scheint in den Klassenzimmern des ersten Zyklus in der Schweiz noch nicht angekom-men zu sein. Hauptsächlich werden analoge UT verwendet und, wenn überhaupt elektronische, dann solche, die bereits eine flächendeckende Nutzung im Alltag erfahren, z.B. Computer, Smartphones oder Tabletcomputer. Heilpädagogische Fachpersonen nutzen spezifische Technologien wie zum Beispiel Vergrösserungen oder Rechengegenstände zum Tasten im Mathematik-unterricht für Kinder mit einer Sehbeeinträchtigung.

Noch werden weitere Analysen der Antworten der Lehrpersonen durchgeführt. Insbesondere zu den Prozessen der Auswahl und zu den Kompetenzen der Lehrpersonen sowie zu den Chancen und Herausforderungen der Nutzung unterstützender Technologien werden Erkenntnisse möglich sein. Auf der Grundlage der Ergebnisse können Massnahmen abgeleitet werden, welche für den Einsatz unterstützender Technologien auf dieser Bildungsstufe förderlich sind.

Publikationen

Maulaz, B. & Wicki, M. T. (2018) Barrierefreie Lehrmittel. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik (SZH) 24(5-6), 41-46.

Fakten

Laufzeit
08/2017-07/2018
Nr.
5_50

Projektleitung

Dr. phil.  Wicki

Dozentin

Kontakt

Zentrum Forschung und Entwicklung
Tel: +41 44 317 11 46

zfe[at]hfh.ch zfe