Detail Page

Skipnavigation

Forschung Aktuelle Seite Projekte

Inhalt

Hier beginnt der Seiteninhalt:

Zukunft der Brailleschrift (ZuBra)

Ausgangslage und Ziele

Schriftsprachkompetenzen von Brailleleserinnen und Braillelesern - Wirksamkeit pädagogischer Angebote.

Die taktile Punktschrift für blinde Menschen, entwickelt im 19. Jahrhundert, bewährt sich bis heute als anpassungsfähiges Schriftsystem, wenn auch zunehmend in Koexistenz mit weiteren Zugangsmöglichkeiten zu schriftlicher Kommunikation. Computer, Tablets, Smartphones in Kombination mit assistiven Technologien sowie E-Books erlauben umfassenden auditiven Zugriff auf schriftliche Informationen. Bereits in den 1990er Jahren wurden in der Folge der Einführung der  8-Punkt-Computerbrailleschrift, genannt Eurobraille, Hypothesen resp. Befürchtungen zur Abnahme der Punktschriftnutzung ebenso wie Fragen nach den Konsequenzen für schriftsprachliche Kompetenzen blinder und hochgradig sehbehinderter Menschen geäussert. Einflüsse des schulischen Settings (integrativ oder separativ), sowie Lebensalter und Zeitpunkt des Auftretens einer Sehschädigung sind ebenfalls Bestandteil dieser Diskussion.  Aktuelle und empirisch abgesicherte Erkenntnisse dazu fehlen weitgehend.
Die Studie soll detaillierte Erkenntnisse zum Nutzungsverhalten, den schriftsprachlichen und technologischen Kompetenzen blinder und hochgradig sehbehinderter Menschen liefern.  Auf diesen Grundlagen können Einschätzungen zur Wirksamkeit pädagogischer Angebote erfolgen. Entwicklungsoptionen für diese wie für die Gestaltung geeigneter Lernkontexte, angemessener Lernmittel und den Einbezug assistiver Technologien werden daraus ableitbar sein.

Fragestellung

Primär forschungsleitend sind die folgenden Fragen:

  • Wie werden Brailleschriftsysteme (Kurz-, Vollschrift, Eurobraille) und assistive Technologien von blinden und hochgradig sehbehinderten Menschen als Informationszugänge genutzt?
  • Welche Zusammenhänge sind zwischen Alter, Grad und Auftretenszeitpunkt einer Sehschädigung sowie schulischen Settings und Nutzungsverhalten erkennbar?
  • Welche Kompetenzen und Strategien beherrschen welche Betroffenen im Lesen, Schreiben, im Hörverstehen sowie in der Nutzung assistiver Technologien?

Methodisches Vorgehen

In der quantitativen Phase des Forschungsprojekts wird eine flächendeckende online-Befragung in der Schweiz und in Deutschland durchgeführt. Sie richtet sich an blinde und hochgradig sehbehinderte Menschen aller Altersstufen, welche via Internet erreichbar sind. Es wird nach ihrem Nutzungsverhalten hinsichtlich Brailleschriftsystemen und assistiven Technologien sowie ihren Selbsteinschätzungen zu den oben genannten Kompetenzen gefragt.
Die Ergebnisse aus der quantitativen Befragung werden in der qualitativen Phase erweitert und differenziert. Schriftsprachliche und technologische Kompetenzen sowie Strategien von Lernenden im Schul- und Ausbildungsalter werden untersucht. Über die zusätzliche Befragung von Fachpersonen in den Bildungsinstitutionen werden die Perspektiven trianguliert.

Informationen zur 2. Erhebung - Aufruf zur Teilnahme

 

Aufruf zur Teilnahme

Einverständniserklärung

Schreiben an Eltern

Schreiben an Institutionen

Schreiben an Teilnehmende

Ergebnisse

Newsletter März 2016 (Deutsch)

Newsletter März 2016 (Französisch)

Newsletter März 2016 (Italienisch)

Flyer mit Angaben zur Onlinebefragung

 

Flyer Deutsch

Flyer Französisch

Flyer Italienisch

 

 

Publikationen

  • Lang, M., Hofer, U., Schweizer, M. (2017). Beeinflusst der Beschulungsort (Regelschule oder Sonder- bzw. Förderschule) das Nutzungsverhalten von Brailleschrift und assistiven Technologien? Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt «ZuBra – Zukunft der Brailleschrift». Blind-Sehbehindert, 137(2), 78-89.
  • Hofer, U., Lang, M. & Schweizer, M. (2016). Lesen und Schreiben mit Brailleschrift und assistiven Technologien: Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt „ZuBra – Zukunft der Brailleschrift“. Blind-Sehbehindert, 136(2), 100-115.
  • Hofer, U., Lang, M. & Schweizer, M. (2016). Hat die Brailleschrift im Zeitalter der Technologien eine Zukunft?. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 22(4), 45-51.
  • Lang, M., Hofer, U. & Schweizer, M. (2016). Schrift ohne Leser? Das Forschungsprojekt „ZuBra“ untersucht die Zukunft der Brailleschrift und fragt, wie hochgradig sehbehinderte und blinde Menschen aktuell die Punktschrift und assistive Technologien nutzen. Orientierungshilfe 39, 8-14.
  • Lang, M., Hofer, U. & Schweizer, M. (2016). Die Nutzung von Brailleschrift und assistiven Technologien durch blinde und hochgradig sehbehinderte Menschen unterschiedlichen Alters. Zeitschrift für Heilpädagogik, 67 (10), 465-473.
  • Hofer, U. & Lang, M. (2014). Die Nutzung der Brailleschrift: Ist-Stand, Herausforderungen und Entwicklungen. Blind-Sehbehindert, 134(4), 230-245. PDF

Präsentationen

  • Zukunft der Brailleschrift (ZuBra): Schriftsprachkompetenzen von Brailleleserinnen und Braillelesern - Wirksamkeit pädagogischer Angebote.  Sight City Forum 2016, Frankfurt (20. Mai 2016, U. Hofer). PDF
  • Zukunft der Brailleschrift (ZuBra): Schriftsprachkompetenzen von Brailleleserinnen und Braillelesern - Wirksamkeit pädagogischer Angebote. Erste Projektergebnisse. VBS AK Leitung, Ilvesheim (8. Mai 2016, M. Lang).  

Fakten

Laufzeit
09/2014-08/2018
Nr.
C.12

Projektleitung

  • Pädagogische Hochschule Heidelberg / Blinden- und Sehbehindertenpädagogik

Projektteam