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Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen in Sonderschulen

Dr. Achim Hättich (Foto: HfH) Dr. Achim Hättich stellte seine Forschungsergebnisse vor. (Foto: HfH)

Die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen in Sonderschulen ist im grundsätzlichen Gebrauch und auch ihren Vorlieben vergleichbar mit derjenigen von Schülerinnen und Schülern in Regelschulen. Jedoch ist die Häufigkeit der problematischen Mediennutzung, wie Cybermobbing, Cybergrooming und klinisch relevanter Internetabhängigkeit, der Schülerinnen und Schüler aus Sonderschulen um einiges höher.

Dies sind zentrale Erkenntnisse des Forschungsprojektes MUSE Link zur Projektübersicht MUSE (media use of youth in special schools), das Dr. Achim Hättich Link zur Mitarbeiterübersicht Dr. Achim Hättich in einem Kolloquium am 9. April 2019 an der HfH vorstellte. Er ist Senior Researcher am Institut für Professionalisierung und Systementwicklung Link zur Institutsseite an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik (HfH).

Vergleichbarkeit

Zu Beginn seines Referates über die «Mediennutzung Jugendlicher in Sonderschulen» verwies der Experte auf die JAMES-Studie (Jugend, Aktivitäten, Medien – Erhebung Schweiz) von Prof. Daniel Süss und Gregor Waller der ZHAW. Die Studie erfasst seit 2010 regelmässig das Medienverhalten von 12 bis 19-jährigen Kindern und Jugendlichen. Schülerinnen und Schüler aus Heim- und Sonderschulen werden dabei jedoch nicht berücksichtigt. Um dieses Defizit an Information über den Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf zu beheben, wurde der Fragebogen der JAMES-Studie in einer leicht abgeänderten und aktualisierten Version verwendet. Dies dient der Vergleichbarkeit der Ergebnisse, auf die grossen Wert gelegt wurde.

Datenerhebung

In der Studie MUSE wurden 48 Sonderschulen in 17 Kantonen der gesamten Schweiz untersucht. 351 Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren nahmen teil und wurden über ihr gesamtes Medienverhalten befragt, insbesondere aber über die Nutzung von Internet und Handy. An der Umfrage teilnehmen konnten ausschliesslich Kinder und Jugendliche, die fähig waren, den 14-seitigen Fragebogen selbstständig auszufüllen. Rund die Hälfte der Stichprobe hat eine geistige Behinderung, ADHS sowie eine Lernbehinderung gehören ebenfalls zu den häufigsten Behinderungskategorien. Bei Verständnisfragen durften Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie punktuell Hilfe in Anspruch nehmen. So brauchten beispielsweise Kinder und Jugendliche mit Dyslexie mehr Assistenz, was jeweils notiert wurde. Demografisch betrachtet besteht die Stichprobe aus zwei Drittel Jungen und einem Drittel Mädchen. Dies spiegelt die allgemeine Situation in Sonderschulen wieder.

Rund 15 Zuhörer und Zuhörerinnen diskutierten anschliessend über die Implikationen und Auswirkungen der Forschung; Braucht es allenfalls Interventionen in Bezug auf die problematischen Aspekte der Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen in Sonderschulen? Die Chancen der Digitalisierung sind da – wo geht die Digitalisierung in Zukunft hin? Zusammen mit den Verantwortlichen der JAMES-Studie werden Ende April die Resultate sowie das weitere Vorgehen besprochen.

In den HfH-Forschungskolloquien werden jeweils aktuelle Ergebnisse aus Forschungs- und Entwicklungsprojekten der HfH vorgestellt und diskutiert. Das Kolloquium findet in der Regel einmal monatlich dienstags oder donnerstags über Mittag statt und ist für alle an der Hochschule Tätigen, für Studierende und Fachleute aus der Praxis offen. Das nächste Kolloquium Link zur Eventübersicht findet am 9. Mai 2019 statt: Prof. Dr. Tobias Haug wird das Forschungsprojekt «Gebärdensprachdolmetschen: Die Bedeutung der Kognition beim Dolmetschen» vorstellen.

Autorin: Nora Kasper, BSc

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