Verzetteln ist nicht vorbei

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Vergessen stehe ich in einer Ecke der Bibliothek. Das war jedoch einmal anders. Damals, vor gar nicht langer Zeit, war ich, der Zettelkatalog, der Mittelpunkt einer jeden Recherche. Viele Bibliotheksbesuchende zogen an meinen Schubladen und wühlten in meinem Inneren, denn nur so fanden sie die Signaturen zur benötigten Literatur.

Zettelkasten

Rahel
Fischbach
Titel
lic. phil.

Funktion

Bibliothekarin

Doch diese Zeiten sind vorbei und ich frage mich: Braucht denn heute niemand mehr Bücher? Wurde ich deswegen in die Ecke gestellt?

Aber nein, auch heute gibt es noch Bibliothekskunden, die nach Medien suchen. Doch die Suche findet nun online über den Computer statt. 

Die Computer stehen auf den Tischen und oft kommt es auch vor, dass die Bibliothekskunden einen kleinen eigenen Computer mitbringen. Anstelle von vielen Personen, die sich um mich scharen, sitzen sie jetzt ganz allein vor ihren Bildschirmen. Und obwohl ich allein in der Ecke stehe, sehe ich doch, dass man mit dem Computer viel schneller nach Medien suchen kann. 

Jetzt stehe ich immer noch hier in meiner Ecke, stolz, dass ich am Anfang dieser Entwicklung stand, aber auch nostalgisch, weil der Zettelkasten nie mehr zurückkommen wird. 

Aber verzetteln sich die Bibliotheksbesuchenden heute weniger, wenn sie online nach Medien suchen?

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