Teaching Teacher in Times of Inclusion

Projekt

Ausgangslage und Ziele

Die schulische Bildung von Kindern und Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf wird in den verschiedenen europäischen Ländern und innerhalb der einzelnen Länder unterschiedlich gestaltet, sowohl in Bezug auf die Aus und Weiterbildung der verantwortlichen Lehrpersonen als auch in Bezug auf das Schulsystem (separative, integrative, inklusive Modelle). Das Erasmus+-Projekt, an dem nebst der HfH, die
Pädagogische Hochschule Heidelberg (D), das Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Heidelberg (D), die Autonome Hochschule Ostbelgien (B), die Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems (Ö) und das Centre de Logopédie (LUX) beteiligt sind, leuchtet diese Unterschiede aus.

Projektleitung

Carlo
Wolfisberg
Titel
Prof. Dr.

Funktion

Leiter Institut für Behinderung und Partizipation / Professor / Leiter Master Schulische Heilpädagogik 11/19

Fakten

  • Dauer
    05.2022
    01.2025
  • Neue Projektnummer
    3_33

Finanzielle Unterstützung

Vorgehen

Das Ziel der kooperativen Partnerschaft besteht darin, einen Austausch auf internationaler Ebene herzustellen, um v.a. die Aus- und Weiterbildung der Lehrerpersonen, die Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf unterrichten, in den verschiedenen Ländern zu beleuchten, zu vergleichen und so gegebenfalls Rückschlüsse auf die Anforderungen an die Lehrkräftebildung ableiten zu können. Zudem soll die Aus- und Weiterbildung im Kontext des jeweiligen Schulsystems kritisch beleuchtet werden. Hierzu gehören sowohl inhaltliche Aspekte wie Bildungspläne, Curricula u. ä. als auch organisatorisch-strukturelle Aspekte wie Zeitpunkt der Ausbildung, Ausbildungsdauer, förderschwerpunktspezifische versus inklusionsorientierte Anlage der theoretischen und berufspraktischen Phasen etc. sowie die Vernetzung theoretischer Phasen mit Praxisanteilen, die in unterschiedlichen Settings eingelöst werden.
Der Austausch findet anhand verschiedener kooperativer digitaler und persönlicher transnationaler Treffen für eine Bestandsaufnahme zur Beschreibung des Berufsbildes in den einzelnen teilnehmenden europäischen Ländern bzw. Regionen sowie zur Analyse der jeweiligen Systeme der Aus- und Weiterbildung mit Praxisanteilen bzw. Fachspezifik der Ausbildung in den einzelnen Fachrichtungen (Sprache, Hören, Sehen, Geistige Entwicklung etc.) statt. Als inhaltliche Vertiefung der kooperativen Partnerschaft sind vier zwei- bis dreitägige Lern- und Austauschforen geplant, die rotierend je einmal an jedem Standort stattfinden und sich unterschiedlichen Themenschwerpunkten widmen (z.B. spezifische Besonderheiten der Ausbildung einzelner Fachrichtungen im Hinblick auf Inklusion). Dabei geht es auch um den Aufbau eines kooperativen Netzwerkes für die Vermittlung von fachrichtungsspezifischen bzw. inklusiven Ausbildungsinhalten und um die Vernetzung von Fachpersonen mit ähnlichen Schwerpunkten in der EU.

Projektergebnisse

Die unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen sollen in eine Übersicht (Synopse) der unterschiedlichen Aus- und Weiterbildungsmodalitäten für Lehrkräfte in den beteiligten Staaten eingehen, die anschließend in digitaler Form veröffentlicht wird. Dabei sind schriftliche Zusammenfassungen sowie digitale Präsentationen anhand von barrierefreien Erklärvideos geplant. Die Videos sollen auf Deutsch, Englisch und Französisch und zusätzlich im Zuge der Inklusion jeweils in leichter Sprache und mit Gebärdensprache bzw. Untertiteln verfügbar sein, um Lehramts- und Weiterbildungsinteressierten sowie Ausbilder*innen und politisch Verantwortlichen eine Orientierung zu geben. Vorschläge bezüglich einer Anpassung der Aus- und Weiterbildungsschwerpunkte und -inhalte und der Gewichtung der Vermittlung theoretischer Grundlagen und Praxisanteile könnten in einem weiteren Schritt daraus abgeleitet werden. Mit einer vergleichende Übersicht über die Aus-, Fort- und Weiterbildungssysteme sind zukünftig transnationale Fortbildungen gezielt zu konzipieren und im Rahmen des kooperativen Netzwerkes weiterzuentwickeln.