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Enhanced Inclusive Learning (EIL): Nachteilsausgleich auf Sekundarstufe II

Ausgangslage und Ziele

Auf der Sekundarstufe II gibt es eine Reihe von Jugendlichen mit Lern- und Verhaltensproblemen (Wille et al, 2008; Stein & Ebert, 2010). Im Vergleich zur Primar- und Sekundarstufe I erhalten sie jedoch weniger unterstützende Massnahmen. Eine dieser Massnahmen ist der Nachteilsausgleich, den Jugendliche mit einer attestierten Beeinträchtigung einfordern können, bei dessen Anwendung aber viel Unsicherheit vorhanden ist (Schellenberg, Hofmann & Georgi, 2017).

Fragestellung

Die vorliegende Studie verfolgt zwei Ziele: Erstens soll die aktuelle Situation betroffener Jugendlicher – mit und ohne Nachteilsausgleich - näher untersucht werden – wie sie sich fühlen, wie sie auf die Anforderungen reagieren und wie sie die Unterstützung wahrnehmen. Zweitens soll untersucht werden, wie der Nachteilsausgleich genau eingesetzt wird.

Methodisches Vorgehen

Zunächst werden Jugendliche an Deutschschweizer Berufs- und Mittelschulen (n=600) sowie deren Lehrpersonen (n=40) schriftlich befragt. Einen Teil dieser Stichprobe bilden Jugendliche, die einen Nachteilsausgleich erhalten (n=60). Interviews mit Jugendlichen und Fachpersonen der Sekundarstufe II (z.B. Berufsbildende in überbetrieblichen Kursen) ergänzen die Befragung.

Auf der Basis dieser Befunde werden spezielle Produkte entwickelt: Beispiele sind Leitfäden für den Einsatz des Nachteilsausgleichs oder ein Beratungsangebot in integrativer Didaktik für Lehrpersonen und Berufsbildende auf der Sekundarstufe II

Projektorganisation

 

Das vorliegende Projekt baut auf der Studie Laufbahnen auf der Sekundarstufe II mit Nachteilsausgleich der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik auf. Durchgeführt wird sie von einem interdisziplinären Team aus zwei Hochschulen (Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik und Hochschule für Soziale Arbeit Luzern). Unterstützt und begleitet wird sie von einem Fachgremium, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der zuständigen kantonalen Ämter, dem Eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB), dem Schweizerischen Dienstleistungszentrum für Berufsbildung (SDBB), dem Schweizerischen Zentrum für die Mittelschule (ZEM) und weiteren Spezialistinnen und Spezialisten aus dem Bereich Nachteilsausgleich.

Literatur

 

Wille, N., Bettge, S., Ravens-Sieberer, U., & BELLA Study Group. (2008). Risk and protective factors for children’s and adolescents’ mental health: results of the BELLA study. European child & adolescent psychiatry, 17(1), 133-147.

Schellenberg, C., Hofmann, C. & Georgi-Tscherry, P. (2017). Laufbahnen auf der Sekundarstufe II mit Nachteilsausgleich. Schlussbericht zur Befragung der kantonalen Ämter, Schulen und Jugendlichen. Zürich: Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik. PDF

Stein, R., & Ebert, H. (2010). Verhaltensauffälligkeiten an beruflichen Schulen zur sonderpädagogischen Förderung. Eine Pilotstudie mit der Teacher’s Report Form und dem Youth Self Report. Empirische Sonderpädagogik, 2(4), 62-80.

Fakten

Laufzeit
08/2017-07/2019
Nr.
2_11

Projektleitung

Projektteam

Kontakt

Zentrum Forschung und Entwicklung
Tel: +41 44 317 11 46

zfe[at]hfh.ch zfe