Detail Page

Skipnavigation

Forschung Aktuelle Seite Projekte

Inhalt

Hier beginnt der Seiteninhalt:

Gesundheitsversorgung von Menschen mit Behinderung – eine Längsschnittstudie

Ausgangslage und Ziele

Studien aus verschiedenen Ländern zeigen deutliche Differenzen zwischen der Gesundheit und Gesundheitsversorgung von Menschen mit und ohne Behinderung. Auch die Studie „Palcap – Palliative Care in den Wohnheimen der Behindertenhilfe“, die im Rahmen des Nationalen Forschungsprogrammes NFP 67 „Lebensende“ durchgeführt wurde, zeigte, dass in den Wohneinrichtungen bei Menschen mit einer kognitiven Behinderung häufiger auf lebensverlängernde Massnahmen verzichtet wurde als bei Personen mit einer anderen Behinderung. Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass der Gesundheitszustand der Personen mit einer kognitiven oder schweren mehrfachen Behinderung an ihrem Lebensende als sehr schlecht eingestuft wurde.

Die Schweizerische Gesundheitsbefragung (SGB) erfasst nur die Gesundheit und Gesundheitsversorgung von Personen, die über 15 Jahre alt sind und in Privathaushalten leben. Somit ist nicht bekannt, wie gut die Gesundheitsversorgung in den Einrichtungen für Erwachsene mit Behinderung ist. Ziel der Studie ist es darum, den Gesundheitszustand und die Gesundheitsversorgung sowie Entscheidungen am Lebensende von Personen, die älter als 50 Jahre sind und mit einer lebenslangen Behinderungserfahrung in Wohneinrichtungen leben, zu erfassen und mit den Daten der Schweizerischen Gesundheitsbefragung zu vergleichen.

Fragestellung

Folgende Fragestellungen sollen beantwortet werden:

  • Wie sind der Gesundheitszustand und die Gesundheitsversorgung von Personen mit einer lebenslangen Behinderungserfahrung im Alter von über 50 Jahren in der Schweiz?
  • Welche Unterschiede bestehen zwischen dem Gesundheitszustand und der Gesundheitsversorgung von Personen mit einer lebenslangen Behinderungserfahrung und dem Gesundheitszustand sowie der Gesundheitsversorgung von Personen ohne eine solche lebenslange Behinderungserfahrung (Behinderung durch Krankheit oder Unfall oder ohne Behinderung)?
  • Welche Unterschiede gibt es zwischen dem Gesundheitszustand und der Gesundheitsversorgung von Personen, die in den Wohnheimen der Behindertenhilfe leben und denen, die selbständig oder bei Angehörigen leben?
  • Welche Unterschiede bestehen zwischen dem Gesundheitszustand und der Gesundheitsversorgung von Personen mit einer kognitiven Behinderung (als spezifische lebenslange Behinderungserfahrung) und dem Gesundheitszustand und der Gesundheitsversorgung von Personen mit einer anderen lebenslangen Behinderungserfahrung?
  • Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem Gesundheitszustand der Personen und Entscheidungen am Lebensende?

Methodisches Vorgehen

Um Kontextfaktoren, den Gesundheitszustand, den Zugang zur Gesundheitsversorgung sowie die Entscheidungen am Lebensende von Personen mit einer lebenslangen Behinderungserfahrung in der Schweiz zu erfassen, wird in sechs Kantonen eine Längsschnittstudie als Vollerhebung mit zwei Messzeitpunkten (t1 und t2) durchgeführt. Zwischen t1 und t2 liegen 350 bis 370 Tage.

Ergebnisse

Durch die Bearbeitung der Studie kann die Gesundheitsversorgung in den Wohneinrichtungen für Erwachsene mit Behinderung dargestellt und mit derjenigen der allgemeinen Bevölkerung wie auch von Personen mit Behinderung, die selbstständig leben, verglichen werden. Die Ergebnisse werden helfen, die Gesundheitsversorgung von Menschen mit Behinderungen in der Schweiz insgesamt zu verbessern.

Kontakt

Forschung und Entwicklung
Tel: +41 44 317 11 81

wfd[at]hfh.ch wfd