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WiRk-Teams – Wirksame Förderteams

Ausgangslage und Ziele

Das Projekt „Wirk-Teams - Wirksame Förderteams“ untersucht den Prozess der Förderung und Unterstützung von Kindern mit Lern- und Verhaltensproblemen in integrativen Regelklassen. Dabei wird der Frage nachgegangen, was diesen Förderprozess kennzeichnet und ob dieser für bestimmte Kinder mit Lern- und Verhaltensproblemen, als „wirksam“ für die Erreichung des schulischen Qualifikations- und Integrationsauftrags zu beurteilen ist. Weiter werden in diesem Zusammenhang die Förderteams – bestehend aus Klassenlehrpersonen sowie Schulischen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen - zu den Herausforderungen des Unterrichtsalltags und zum Unterstützungsbedarf befragt.

Das Forschungsprojekt „Wirksame Förderteams“ läuft seit Juni 2017 und geht zurück auf die Pilotstudie Wirksamkeit integrativer Regelklassen (WiRk), die der Frage nachging, ob und wie es in integrativen Regelklassen den Akteurinnen und Akteuren aktuell gelingt, alle Schulkinder – und vor allem Kinder mit unterschiedlichen Lern- und Verhaltensproblemen – zu qualifizieren und in die Klassengemeinschaft zu integrieren.

Methodisches Vorgehen

Im Projekt „Wirk-Teams - Wirksame Förderteams“ werden sechs Gruppeninterviews mit verschiedenen Förderteams aus der WiRk-Stichprobe durchgeführt. Die Interviews werden gemäss dem vorliegenden Datenmaterial mit einer rekonstruktiven Methode der qualitativen Sozialforschung ausgewertet. Die fallbezogenen Interview-Erkenntnisse zum Förderprozess können mit den Ergebnissen der WiRk-Studie verglichen und im Zusammenhang mit der Erreichung des Qualifikations- und Integrationsauftrags analysiert werden.

Ergebnisse

Prozess der Förderung und Unterstützung

Zur Förderung der Kinder werden weitgehend reguläre Lehrmittel in Deutsch und Mathematik eingesetzt. Die Zusammenarbeit im Förderteam wird unterschiedlich erlebt: Vier von sechs Förderteams erleben ihre Team-Beziehung sehr positiv und unterstützend. Bei allen Kindern werden individuelle Fortschritte festgestellt.

Herausforderungen und Unterstützung von Förderteams

Als grösste Herausforderungen werden zu wenige Förderlektionen sowie herausfordernde soziale Beziehungen und Verhaltensprobleme in der Klasse genannt. Eine sehr enge Zusammenarbeit und die Arbeit im Teamteaching zwischen KLP und SHP werden als gewünschte Unterstützung betont.

Integrations- und Qualifikationsziele

Alle Kinder verbleiben in ihren integrativen Regelklassen und fühlen sich in der Schule grundsätzlich wohl. Die Leistungen der Kinder in Deutsch und Mathematik bleiben weitgehend konstant. Bei einem Kind sind die schulischen Leistungen überdurchschnittlich, bei allen anderen im unterdurchschnittlichen bzw. knapp genügenden Bereich. Ein Kind mit der Diagnose LRS verbessert sich deutlich in Mathematik. Problematische Verhaltensweisen der Kinder nehmen nicht zu.

Erfolgsfaktoren

Bei den Kindern mit Lernproblemen werden ein Nachteilsausgleich und persönliche Merkmale (Fleiss, Ausdauer und Motivation) als Erfolgsfaktoren genannt. Sowohl bei Kindern mit primären Verhaltensproblemen als auch mit Lernproblemen wird eine enge Zusammenarbeit mit weiteren Fachpersonen sowie eine gute Beziehung und regelmässiger Austausch zwischen Schule-Kind-Elternhaus als wesentlich erachtet

Fakten

Laufzeit
06/2017-05/2018
Nr.
5_47.1

Projektleitung

Dr. phil.  Altmeyer-Müller

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Kontakt

Zentrum Forschung und Entwicklung
Tel: +41 44 317 11 46

zfe[at]hfh.ch zfe