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05.12.2019

Ergebnisse PISA-Erhebung 2018

Ein Viertel der Jugendlichen (24%) erreichen weiterhin das Mindestkompetenzniveau 2 nicht. Der Anteil leseschwacher Schülerinnen und Schüler ist zwischen 2015 und 2018 sogar um 4 Prozentpunkte gestiegen. Die Leistungsdifferenz (18 Punkte) zwischen den schwächsten und stärksten Leser*innen ist seit 2015 sogar noch grösser geworden.

Der Zusammenhang zwischen sozioökonomischem Status, Migrationshintergrund, zu Hause gesprochener Sprache, Geschlecht und Lesekompetenz wird erneut bestätigt. Die Sprache, die zuhause gesprochen wird, hat in diesem Zusammenhang eine hohe Relevanz. Am besten schneiden die Jugendlichen ab, die in der Familie ausschliesslich die Sprache sprechen, in der der Test durchgeführt wurde, am schlechtesten die, die zuhause nie die Testsprache benutzen.

Was bedeuten diese Ergebnisse? An Schulen ist erneut ein verstärktes Engagement gefragt, zusätzlich zum Lesetraining Bildungssprache, Weltwissen und Wortschatz zu vermitteln, um Chancengerechtigkeit zu ermöglichen. Dabei ist die enge Kooperation aller Fachleute, eine durchgängige Sprachbildung in allen Fächern sowie fundiertes Fachwissen beim Vermitteln von Deutsch als Zweitsprache erforderlich.

Die HfH bietet verschiedene Weiterbildungen zum Thema: siehe Weiterbildungsplaner Link zum Weiterbildungsplaner. Insbesondere möchten wir auf den neuen CAS Effektive Förderung bei LRS Link zum CAS: Effektive Förderung bei LRS aufmerksam machen. Hier werden diese Themen (u. a. Umgang mit Mehrsprachigkeit, effektive Kooperation) theoretisch fundiert und praxisnah vermittelt.

Infos PISA 2018 auf Educa.ch

 Autorinnen: Anke Sodogé, Prof. Dr. Link Mitarbeiterübersicht Anke Sodogé und Karin Zumbrunnen-Waser, MA, BSc Link Mitarbeiterübersicht Karin Zumbrunnen-Waser, HfH