Stotterchamp 2022 – eine über 20jährige Erfolgsgeschichte

News

Zum 21. Mal fand diesen Sommer Stotterc(h)amp als Internsivtherapiewoche für Jugendliche im Alter von elf bis achtzehn Jahren statt.

Kontakt

Wolfgang G.
Braun
Titel
Prof.

Funktion

Senior Lecturer, Leiter Förderzentrum

Jugendliche mit Redeflussstörungen, Studierende der Logopädie sowie ein Leitungsteam verbrachten Mitte Juli wieder eine unvergessliche Intensivtherapiewoche. Wir blicken zurück auf viele gemeinsame Abenteuer, hilfreiche Techniken, auf eine tolle Gemeinschaft und vieles, vieles mehr! Das Leitungsteam ist unglaublich stolz auf die 12 jugendlichen «Stotterchamps» und auf ihre studentischen «Patinnen», die sie die Woche über eng begleiteten.

Folgend ein paar Impressionen der Stotterintensivtherapiewoche: Begegnungen, die prägen. Freundschaften unter Gleichbetroffenene, die entstanden sind. Neue Wege die beginnen oder alte Wege, die neue Wegweiser erhalten haben. Theorie, die mit Praxis verknüpft wurde.

Erlebnispädaogik. In den ersten Stunden der Stottercamps spielt die Erlebnispädagogik eine ganz zentrale Rolle. Teambildende Kooperationsübungen schweissen die Gruppe schnell zusammen. Denn was verbindet mehr, als gemeinsam Herausforderungen zu meistern. Jeden Morgen gibt es eine gemeinsame Einstimmung zum jeweiligen Tagesmotto. Mit einem passenden Spiel aus der Erlebnispädagogik. Danach wird die jeweilige Tagestechnik (veränderter Umgang mit Stottern, Stotter- und Sprechtechniken) erklärt und im Anschluss üben die Patinnen mit den Jugendlichen die Technik. Dabei können wir auf jeden einzelnen Jugendlichen individuell eingehen. Eine tolle Möglichkeit!

Erlebnispädagogik

Teambildende Kooperationsübungen

Bogenschiessen als ganz zentrales Element des Stottercamps. Die Verbindungen zwischen Stottern, Sprechen und Bogenschiessen sind einfach immer wieder eindrücklich. Atmung mit Spannung und Entspannung gezielt verknüpfen, die Spannung bewusst lösen, mit Technik Erfolge haben, «noch einen Pfeil im Köcher haben»..... und und und - ein faszinierendes Thema!

Aufgebaut wird das Bogenschiessen im Stottercamp schrittweise. Die Jugendlichen lernen den nächsten Schritt – probieren aus – und dann erklären sie ihren PatInnen, was sie gelernt haben. Eine perfekte Gelegenheit, die Sprech- oder Stottermodifikation direkt anzuwenden.  So alltagsnah und natürlich am Stottern und Sprechen zu arbeiten macht einfach Freude!

Bogenschiessen

Techniken im Alltag anwenden. Am Donnerstag gab es ein weiteres Highlight. Die Techniken im Alltag anwenden und auf einem Städteparcours quer durch Konstanz umsetzen! Den Therapieraum zu verlassen; «in-vivo» zu arbeiten ist für eine erfolgreiche Therapie zentral. Wir verlassen deshalb ganz bewusst das Campgelände und gehen in alltägliche Situationen, damit die gelernten Techniken nicht nur im «geschützten» Umfeld funktionieren.... Als letzte Aufgabe gab es ein überraschendes Interview vor der Kamera. Auch wieder eine herausfordernde Situation für die Jugendlichen! .....die alle fantastisch gemeistert haben!

Gelernte Techniken im Alltag anwenden

Gelernte Techniken im Alltag anwenden

Für alle war es wieder eine bereichernde und intensive Woche. Die Fortschritte der Jugendlichen beeindruckten und die Kompetenz der Studierenden in der Stottertherapie wuchs deutlich.

Stotterchamp stellt somit eine Win-Win-Situation dar: ein Therapieangebot für Jugendliche sowie ein praxisnahes Lehrangebot für Studierende.

Auch 2023 findet das Stottercamp wieder statt – weitere Informationen unter www.hfh.ch/stottercamp

Weitere Fotoimpressionen sind auf Instagram zu finden.