Startschuss für das MOVETIA Projekt MentEd.ch

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Mit dem Ziel, das Konzept Mentalisieren als Metatheorie des Verstehens in den alltäglichen (heil-)pädagogischen Alltag der Schweiz zu bringen, startet ein MOVETIA-Projekt mit zehn europäischen Partnerinstitutionen an der HfH. 

Pierre-Carl
Link
Titel
Prof.

Funktion

Professor für Erziehung und Bildung im Feld sozio-emotionaler und psychomotorischer Entwicklung

Noëlle
Behringer
Titel
Dr. phil.

Funktion

Advanced Researcher

Lucia
Maier
Titel
BSc

Funktion

Advanced Lecturer

Xenia
Müller
Titel
Dr. phil.

Funktion

Senior Researcher

Vergangenes Wochenende war der «Startschuss» für ein auf zunächst zwei Jahre angelegtes Forschungsprojekt zur Mentalisierungsbasierten Heil- und Sonderpädagogik an der HfH. Das Forschungsprojekt will das Mentalisierungskonzept zunächst breit darstellen und fragen, ob und wie eine Adaption an (heil-)pädagogische Felder in diesem Zusammenhang sinnvoll ist.

Das erste Wochenende diente der Feinplanung des Projektes sowie einem ersten Kennenlernen der projektleitenden Institution, der HfH Zürich, ihrer Struktur und Studienangebote und -inhalte. Ausserdem wurden die Produkte des Netzwerks sowie die Meilensteine des Projektes koordiniert. Auch diente das Wochenende als Vernetzungsanlass und fachlicher Austausch der Kooperationspartner:innen des Projektes.

Gefördert wird das Forschungs- und Entwicklungsprojekt MentEd.ch von Schweizerische Stiftung für die Förderung von Austausch und Mobilität (MOVETIA). Prof. Pierre-Carl Link und Noëlle Behringer koordinieren das Projekt «MentEd.ch - Bringing mentalisation-based education to Switzerland» (2022-1-CH01-IP-0046) gemeinsam.

Die Mentalisierungstheorie ist u.a. eine psychoanalytische, evolutionär begründete Metatheorie des Verstehens. Dieses mentalisierende Verstehen geht davon aus, dass Menschen (sich) in alltäglichem Handeln und Kommunikation eigene und fremde mentale Zustände unterstellen bzw. Verhalten darauf interpretieren. Aus der Psychotherapieforschung gibt es Evidenz, dass Mentalisieren die psychische Gesundheit verbessert. Damit kann Mentalisieren auch als ein wichtiger Moderator für Bildungs-, Beziehungs- und Erziehungsprozesse angenommen werden.

MentEd.ch setzt sich zum Ziel, die Mentalisierungsbasierte Pädagogik in der Schweizer Heil- und Sonderpädagogik respektive in der schulischen Heilpädagogik und Psychomotoriktherapie zu adaptieren. Dies geschieht auf hochschulischer Ebene durch die curriculare Verankerung an der HfH und Vernetzungsanlässe mit Schweizer Pädagogischen Hochschulen mit Unterstützung durch ein international etabliertes Netzwerk. 

Folgende drei Hauptziele verfolgt das Projekt bis Oktober 2024:

  1. Einführungs- und Konsolidierungsphase des Netzwerks in der Schweiz,
  2. Adaption der Mentalisierungsbasierten Pädagogik im Schweizer Bildungssystem am Beispiel der Heil- und Sonderpädagogik, sowie
  3. Mentalisierungstraining & Adaption der Evaluationsinstrumente & Methoden für Replikationsstudie (Folgeantrag).

Kooperationspartner: UCL - University College London (UK), PH Ludwigsburg (D), PH Heidelberg (D), Evangelische Hochschule Darmstadt (D), Universität Klagenfurt (A), Bertha von Suttner Privatuniversität St. Pölten (A), Tilburg University (NL), De Viersprong Institute (NL)

Assoziierte Projektpartner: Technische Universität Kaiserslautern-Landau (D)