89_HfHnews_Mai17_autismustagung

Skipnavigation

Unser Service Aktuelle Seite News

Inhalt

Kontakt

HfHnews
Tel: +41 44 317 11 78
hfhnews@hfh.ch

Autismustagung an der HfH

220 interessierte Fachpersonen haben am 12. Mai 2017 die Tagung „Autismus im Kindes- und Jugendalter – Herausforderungen erfolgreich begegnen“ an der HfH besucht. Im Mittelpunkt der Vorträge am Vormittag standen aktuelle Erkenntnisse und Erklärungsansätze zum Thema Autismus, die zehn Workshops am Nachmittag boten den Transfer auf die schulische und therapeutische Praxis. Aufgrund der sehr hohen Nachfrage wird für das Jahr 2018 eine Folgetagung zu diesem heilpädagogisch hoch relevanten Thema geplant.

Mit der Tagung „Autismus im Kindes- und Jugendalter – Herausforderungen erfolgreich begegnen“ fand am 12. Mai 2017 an der HfH eine erste grosse Fachtagung zur heilpädagogischen Förderung von Kindern und Jugendlichen mit einer Autismus-Spektrum-Störung in Früherziehung, Kindergarten, Schule und Therapie statt. Neben der Gründung der Fachstelle Autismus im vergangenen Herbst sowie dem erneuten Start eines CAS im September 2017 bot diese Veranstaltung eine weitere Gelegenheit, die besondere Fachexpertise der HfH zu diesem Themenfeld einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Die Fachtagung widmete sich dem heilpädagogisch hoch relevanten Thema „Autismus im Kindes- und Jugendalter“ mit einem Tagesprogramm, das aus vier einführenden Vorträgen im Plenum sowie zehn themenspezifischen Workshops am Nachmittag bestand.

Nach Begrüssungsworten unserer Rektorin Prof. Dr. Barbara Fäh leitete Prof. Dr. Andreas Eckert, Dozent an der HfH und Leiter der Fachstelle Autismus, mit dem Vortrag „Autismus im Jahr 2017 – Aktuelle Erkenntnisse und Erklärungsansätze“ die Tagung ein. Den deutlichen Zuwachs an Diagnosen aus dem Autismus-Spektrum ordnete er in den Kontext einer zunehmenden Sensibilisierung von Fachpersonen und Eltern sowie der steigenden Professionalisierung der diagnostischen Prozesse ein.

Im Anschluss referierte Matthias Huber, ein Psychologe mit dem Asperger-Syndrom, über den Schulalltag, sowohl aus der Innensicht als Experte in eigener Sache als auch aus der Aussensicht im Rahmen seiner Beratungstätigkeit. Mit zahlreichen autobiographischen Situationsschilderungen, die er begleitend fachlich reflektierte, konnte er dem Publikum einen vielfältigen und beeindruckenden Einblick in das Denken und Wahrnehmen von Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung geben.

Im dritten Vortrag thematisierte Dr. Brita Schirmer die spezifischen Besonderheiten von „Kindern und Jugendlichen im Autismus-Spektrum“. Als sehr erfahrene Expertin, die seit mehreren Jahrzehnten in der schulischen Förderung dieser Personengruppe tätig ist und ihr umfassendes Wissen regelmässig in Weiterbildungen, Beratungen sowie hervorragenden Ratgeberbüchern weitergibt, konnte sie das Publikum u.a. mit zahlreichen praxisnahen Beispielen fesseln.
Mit dem vierten Vortrag bot Dr. Dominik Gyseler schliesslich einen hoch spannenden „Blick ins Gehirn“ von Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung und leitete aus den aktuellen Erkenntnissen mögliche Konsequenzen für die Praxis ab. Die gelungene Übertragung hochkomplexer neurowissenschaftlicher Informationen auf den heilpädagogischen und therapeutischen Kontext bildete dabei eine hilfreiche Basis für das verbesserte Verständnis möglicher Zusammenhänge autismusspezifischen Lernens. Die zehn Workshops, die in zwei Runden am Nachmittag der Fachtagung angeboten wurden, beinhalteten eine Vielfalt an praxisrelevanten Themenschwerpunkten zu den Arbeitsfeldern der Heilpädagogischen Früherziehung, der (heil-)pädagogischen Förderung in Kindergarten und Schule sowie der therapeutischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit einer Autismus-Spektrum-Störung.

Im Themenstrang der frühen Förderung wurden aktuelle interdisziplinäre Konzepte, zum einen nach dem TEACCH-Ansatz (Antje Tuckermann), zum anderen nach dem FIAS-Modell (Esther Kievit) vorgestellt. Die therapeutische Arbeit fand gezielte Berücksichtigung in Workshops zur autismusspezifischen Sprachförderung (Dr. Melanie Eberhardt) sowie der Präsentation von Fallbeispielen (Carmen Mekouar). Der Förderung und Unterstützung in Kindergarten und Schule, insbesondere aus der heilpädagogischen Perspektive, widmeten sich sechs weitere Workshops. Diese fokussierten die Themenschwerpunkte Sozialtraining (Dr. Bettina Jenny), Visualisierung und Strukturierung (Sylvia Limacher und Evelyne Leonhardt), Berufsfindung (Marianne Schweizer und Nadine Kleinmann), Motivationale Strategien (Antje Tuckermann), Aufklärung in der Schulklasse (Maja Schneider und Elwira Wolgensinger) sowie Herausforderndes Verhalten (Dr. Brita Schirmer).

Aufgrund der sehr hohen Nachfrage für die Fachtagung und des nach ersten Rückmeldungen für alle Beteiligten sehr gelungenen Ablaufs, plant das Team der Fachstelle Autismus für das Jahr 2018 eine Folgetagung. Weitere Informationen zum Themenfeld Autismus, zu kommenden Veranstaltungen sowie über die Arbeit der Fachstelle Autismus erhalten Sie über den folgenden Link: Fachstelle Autismus

Autor: Tagungsleiter Andreas Eckert, Prof. Dr., Dozent Studiengang Sonderpädagogik/ SHP, HfH

 

 

Fakten HfH News

Erscheinungsweise ca. sechs Mal jährlich
Inhalt Hausmitteilungen der HfH 
Adressaten Mitarbeitende, Studierende, Hochschulrat und Interessierte
Verantwortlich Prof. Dr. Barbara Fäh, Rektorin der HfH
Redaktion Sabrina Demergi, Sabine Hüttche

Referentinnen und Referenten der Tagung vom 12. Mai

"Autismus im Kindes- und Jugendalter - Herausforderungen erfolgreich begegnen"

Feedback

E-Mail an die HfHnews

Haben Sie Themenvorschläge oder andere Anmerkungen? Schreiben Sie eine Nachricht an die Redaktion.