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Schulische Integration? Das Paradox der Sprache

Ziele

Die Ziele des Wahlmoduls sind: erstens zu verstehen, dass man zwar die legitime Sprache sprechen kann, aber dennoch noch lange keine legitime Sprecherin bzw. kein legitimer Sprecher sein muss; zweites die Sprache als erklärendes Element der mangelnden Integration von Ausländer*innen zu hinterfragen; drittens im Zusammenhang mit sozialen Integrationsprozessen die Wirkungen sozialer Kräfte zu Gunsten inklusionsfördernder Massnahmen mitzudenken.

Inhalt

In der Gesellschaft zirkulieren Konzepte, welche die «Sprache als Schlüssel zur Integration», oder die «Mehrsprachigkeit als Chance» bezeichnen. Die Sprache wird zum erklärenden Element für die mangelnde Integration von Ausländer*innen. Sprache(n) zu lernen, erweist sich als vermeintliche Lösung der Probleme. Doch die wirklichen Ursachen sozialer Ungleichheiten sind nach wie vor komplexer (Hautfarbe, soziale Herkunft, Geschlecht, etc.). Der Soziologe Pierre Bourdieu verweist auf die sozialen, politischen und ideologischen Dimensionen der Sprache. Die Art und Weise, wie sich jemand ausdrückt, wird gesellschaftlich und schulisch bewertet und in sozialen Prozessen hierarchisiert. Im Wahlmodul wird anhand von konkreten Beispielen thematisiert, wie Sprache instrumentalisiert wird, um Unterschiede zu verstärken und die soziale Ordnung zu reproduzieren. Es wird deutlich, dass neben der Beherrschung der Sprache gleichzeitig unbedingt die sozialen Kräfte mitgedacht werden müssen.

Weitere Angaben

Weitere Literaturempfehlungen werden in der Lehrveranstaltung abgegeben.

Leitung

  • Hofstetter Daniel, Dr., Dozent, Institut für Professionalisierung und Systementwicklung HfH

Fakten

Kursnummer
1 W289.SJ 1920
Datum
15.05.2020–15.05.2020
Dauer
1 Tag
Maximale Teilnehmer
29
Anmeldeschluss
17. April 2020
Kosten
CHF 280

Kontakt

Hochschuladministration
Tel. +41 44 317 11 11
weiterbildung[at]hfh.ch weiterbildung