SZH-Kongress: HfH bringt vielfältige Perspektiven ein

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Am 1. und 2. September 2026 stand der 14. Schweizer Heilpädagogik-Kongress der Stiftung Schweizer Zentrum für Heil- und Sonderpädagogik (SZH) unter dem Motto «Zusammenarbeit als Kernauftrag – gemeinsam auf dem Weg zu einer Schule für alle». Die HfH war mit zahlreichen Beiträgen vertreten und brachte ihre Expertise zu inklusiver Bildung, multiprofessioneller Kooperation, Diagnostik, Sprachförderung, Autismus, beruflicher Ausbildung und digitalen Technologien ein.

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Nina Hug Titel Dr. rer. soc.

Funktion

Leiterin Hochschulkommunikation / Senior Consultant

Die HfH-Beiträge machten deutlich: Zusammenarbeit ist kein Zusatz, sondern eine zentrale Voraussetzung für gelingende Inklusion. Ob im Teamteaching, in der Kooperation mit Eltern, in der Sprachförderung oder in Übergängen zwischen Bildungsstufen – wirksame heilpädagogische Praxis entsteht dort, wo Perspektiven sichtbar gemacht, Rollen geklärt und Lern- sowie Entwicklungsprozesse gemeinsam gestaltet werden.

Besonders hervorgehoben wurden evidenzbasierte und partizipative Ansätze: Das MTP™-Coaching zeigte Potenzial für die gemeinsame Unterrichtsentwicklung; Interviews mit Jugendlichen im Autismus-Spektrum machten deren Erfahrungen und Empfehlungen für die Sekundarstufe II sichtbar; Beiträge zur Heilpädagogischen Früherziehung unterstrichen die Bedeutung der Familienperspektive. Gleichzeitig zeigten Themen wie KI-Interaktionskompetenz, digital unterstützte Sprachanalyse oder Virtual und Augmented Reality, wie digitale Entwicklungen neue Fragen und Chancen für inklusive Bildung eröffnen.

Dokumentation. Das Schweizer Zentrum für Heil- und Sonderpädagogik hat den Kongress ausführlich dokumentiert. Die Folien der Hauptreferate wie auch der Workshops finden Sie online. Zur SZH-Website

Stimmen vom Kongress

  • «Ohne das MTP™-Coaching würden wir wahrscheinlich noch immer hauptsächlich darüber nachdenken, wie wir Inhalte differenzieren können. Heute überlegen wir vielmehr, wie wir Lernprozesse unterstützen können.» Einblick in die Prozesse, wie sich Reflexion vom reinen Differenzieren hin zur Unterstützung von Lernprozessen verschieben kann, gaben am SZH-Kongress HfH-Dozentin Simona Altmeyer gemeinsam mit der Schulleiterin der Kreisschule Schächental, Nadia Steiner.
  • Jette Hunsperger brachte die Familienperspektive in einem bildhaften Vergleich auf den Punkt: Familien würden von der Heilpädagogischen Früherziehung begleitet «wie ein Containerschiff vom Lotsenboot» – wobei die Eltern stets Kapitän:innen ihres Schiffs bleiben. Ihr Fazit: «Es lohnt sich immer, die Perspektiven der Familien sichtbar zu machen.»
  • Im Beitrag zum Diagnostik-Förder-Kreislauf rückte HfH-Professor Pierre-Carl Link gemeinsam mit Liliana Tönnissen, Oliver Hengartner und Priska Hagmann-von Arx die Frage ins Zentrum, wie im Team ein gemeinsames Fallverständnis entsteht. Der Diagnostik-Förder-Kreislauf wurde dabei nicht als lineare Abfolge einzelner Schritte verstanden, sondern als gemeinsamer Reflexions- und Handlungsrahmen, in dem Beobachtungen, Rückmeldungen und Entwicklungen immer wieder zu überprüften Hypothesen und angepassten Fördermassnahmen führen.

Überblick der Vorträge von HfH-Expert:innen am SZH-Kongress vom 1. und 2. September 2026